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Alsdorf: „Wir haben auch hoch qualifizierte Schüler”

Alsdorf : „Wir haben auch hoch qualifizierte Schüler”

„Es wird wieder Zeit, sich darauf zu besinnen, dass es auch geistige Eliten gibt.” Für Peter König, Pädagoge am Alsdorfer Gymnasium, kommt die neuerlich entfachte Diskussion um die Qualität der Schulausbildung gerade recht. Haben doch soeben fünf Gymnasiasten gezeigt, was in ihnen steckt.

Beim Euriade-Literaturwettbewerb hat jeder von ihnen - bei immerhin 200 Einsendungen - einen Preis eingeheimst. Am Sonntag wurden die Pennäler in Vaals ausgezeichnet.

Viel Arbeit in den Ferien

Demos und Tyrannos (Volk und Tyrann) - unter diesem Motto steht die Euriade in diesem Jahr. Und zu diesem Motto waren Schulen aus der Euregio zu einem Literaturwettbewerb aufgerufen. In Essays, Betrachtungen oder Gedichten konnten sich die Teilnehmer des Themas annehmen. Zum ersten Mal war jetzt das Ofdener Gymnasium dabei. „Ein furioser Einstieg”, kommentiert Lehrerin Elsbeth Hupfauer den erfolgreichen Start von Tim Claßen, Stefan Glasmacher, Mareike Kessels, Christiane Kirchhoff und Mathias Müller.

Dabei wurde die Aufforderung zur Teilnahme zu einem ungünstigen Zeitpunkt spruchreif. Pädagogin Elisabeth Heller: „Das Thema kam kurz vor den Sommerferien.” Also hat sie gezielt 17- bis 18-jährige Schüler angesprochen, von denen sie mit Fug und Recht annehmen konnte, dass sie auch in den langen Ferien (Schul-)Arbeit nicht scheuen würden. Mit Erfolg.

Zweiter Preis für „Leben der Demokratie”

Mit dem Gedicht „Kampf” ist Tim Claßen ins Rennen gezogen. Christine Kirchhoff und Mathias Müller haben einen Essay zu dem vorgegebenen Euriade-Thema vorgelegt. Und Mareike Kessels entschied sich für die Kurzgeschichte „Gut=Böse?!” und ein ganz kurzes Gedicht.

„Tyrannen, Führer und Diktatoren verstecken sich in allen Ländern. An uns liegt es, ihnen keine Angriffsfläche zu bieten und sie mit allen Eigenschaften der Demokratie zu isolieren, so dass man stolz sein kann, Demokrat zu sein.” So lautet das Fazit in Stefan Glasmachers Aufsatz „Leben der Demokratie”, der damit den zweiten Preis „gemacht” hat, während die anderen Förderpreise erhielten.

Schulleiter ist stolz

„Ich bin stolz darauf”, sagt Schulleiter Wilfried Bock - und man kann das Funkeln in seinen Augen erkennen. Dabei mag er daran denken, dass nur zwei der fünf Schüler im Leistungskurs Deutsch sind. „Es gibt eine Gegenbewegung”, meint er mit Blick auf die für Deutschland schlechten Ergebnisse auch der neuerlichen Pisa-Studie. „Wir haben auch hoch qualifizierte Schüler”, versichert Bock mit Nachdruck.