Würselen: Wettkampferfahrung beim „Düvel-Cup“ gesammelt

Würselen: Wettkampferfahrung beim „Düvel-Cup“ gesammelt

Die Idee keimte einst in Bardenberg auf. Tennisspieler des VfL Bardenberg suchten nach einer Möglichkeit, Wettkampferfahrung außerhalb der „Medenspielzeit“ zwischen Mai und Juni zu sammeln und ferner gemeinsam die Begeisterung für den Tennissport zu leben.

Mit dem Tennisclub Würselen, dem Tennisclub Blau-Gold Broichweiden und dem mittlerweile leider aufgelösten Tennisclub Verlautenheide fand man ohne Umschweife begeisterte Mitstreiter.

Zur bereits 14. Ausgabe des Würselener „Düvel-Cups“ hatten sich Delegationen aller Gründungsvereine auf der Anlage der Broichweidener im Dommerswinkel eingefunden. Auch einige ehemalige Spieler des ehemaligen TC Verlautenheide waren wie in den letzten Jahren der Einladung gefolgt und traten in Erinnerung an alte Zeiten als „Verlautenheidener Auswahl“ an. Als Stadtmeisterschaft sahen und sehen die Teilnehmer den Cup übrigens nicht. „Wir spielen der Geselligkeit wegen. Der Wettbewerb ist zweitrangig“, hieß die allseits zu hörende Begründung.

24 Matches hatte Klaus Wohnaut, Vorsitzender des TC Blau-Gold, mit seinen Vereinskameraden auf den drei zur Verfügung stehenden Aschenplätzen angesetzt. Gespielt wurde im „Doppel“, alle vier teilnehmenden Vereine stellten jeweils einen Spieler pro Spiel. Keine leichte Aufgabe — für insgesamt 96 Spieler-Ansetzungen standen 37 gemeldete Sportler bereit. Aus diesem Grund verzichtete man auf eine Einzeltabelle. Da einige Spieler öfter im Einsatz waren als andere, wäre das Endergebnis nach Punkten verzerrt.

Der TC Blau-Gold zeigte Improvisationstalent an allen Fronten: Fehlte für ein Damen-Doppel eine vierte Spielerin, sprang flugs „TC-Urgestein“ Werner Strauch ein. „Wir mussten in diesem Fall natürlich darauf achten, dass der Ersatzspieler den Mädels nicht buchstäblich die Tennisbälle um die Ohren drischt. Werner war mit seiner großen Erfahrung jemand, der perfekt ins Spiel gepasst hat“, erklärte Wohnaut schmunzelnd.

Der zehnminütigen Aufwärmphase folgten 45 Minuten verbissener, jedoch absolut fairer Wettkampf. Auf den Einsatz von Schiedsrichtern verzichtete man. Da jeder Verein in jedem Match vertreten war, zählten die Spieler selbst und gaben das Ergebnis nach Abpfiff an Turnierleiter Wohnaut weiter. Die erreichten Punkte bildeten das Abschlussklassement.

Turniersieger wurde der TC Würselen mit beachtlichen 170 Gesamtpunkten vor der Verlautenheidener Delegation mit 150 Zählern. Die Sportkameraden aus Bardenberg trennten letztendlich fünf Punkte vom zweiten Platz. Als „gute Gastgeber“ entpuppten sich die „Blau-Goldenen“ und landeten mit 109 Punkten auf dem vierten Rang. Jürgen Wesemann (Würselen), Willibert Keulers (Verlautenheide), der lediglich als „Hai“ bekannte Spieler aus Bardenberg und Jürgen Wette (Broichweiden) holten jeweils die meisten Punkte für ihre Mannschaft.

Till von Hoegen vertrat als Erster Beigeordneter der Stadt Würselen Bürgermeister Arno Nelles und überreichte den vom Bürgermeister gestifteten Wanderpokal. Die Blau-Goldenen hatten nach der offiziellen Siegerehrung noch ein schönes Bonbon für ihre Gäste vorbereitet.

In Anlehnung an vergangene Ausgaben des Düvel-Cups wurde nach mehrjähriger Pause die beliebte „Players-Night“ wieder ins Leben gerufen. Auf dem urigen Vereinsgelände wurde bis in den späten Abend getanzt, gelacht und in Erinnerungen geschwelgt.