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Würselen: Wertvolle Leistungen für soziale Integration

Würselen : Wertvolle Leistungen für soziale Integration

Komplimente für das Engagement der Sportler gab es bei der Matinee der Stadt im Alten Rathaus Würselen.

„Es war nicht umsonst, dass die Vertreter der Vereine der Landesregierung die rote Karte gezeigt haben”, überbrachte Wolfgang Schuldner, für den Regierungsbezirk Köln im Landessportbund (LSB), bei der Sportlermatinee gute Nachrichten.

Mit den anderen Vereinen und Dachverbänden in den Städten und Gemeinden sei erreicht worden, dass die Überleitungspauschale in Höhe von sieben Millionen Euro wieder im Haushalt steht und wie bewährt über den LSB ausgeschüttet wird.

Die „Sportpauschale” werde von 27 auf 50 Millionen Euro aufgestockt. Der Wermutstropfen: Sie wird an die Kommunen direkt und zweckgebunden ausgezahlt.

Lobende Worte fand Schuldner für die fast 50-jährige Arbeit des Stadtsportverbands, der stellvertretend für 47 Sportvereine mit 10.258 Sportlern, davon 3743 Jugendliche unter 18 Jahren, fungiere.

Dennoch: „Wir müssen uns sportpolitisch neu aufstellen!” Schuldner appellierte an die Vereine, zusammenzurücken und gemeinsam Kraft zu beweisen.

Allen Außenstehenden schrieb er ins Stammbuch: „Hier säße heute keine zu ehrende Sportlerin oder Sportler, wenn es die Ehrenamtlichen in den Vereinen zum Training und bei Wettkämpfen nicht gäbe. Das kann keine Verwaltung, egal ob städtisch oder auf Kreisebene, ersetzen oder leisten, weil unbezahlbar.”

Tausende Menschen, vor allem Kinder und Jugendliche seien in zurückliegenden Jahren bewegt, geschult und in der Gemeinschaft und im Vereinsleben gestärkt worden.

Angebot für jeden

Wichtiger denn je sei es heute, die Umsetzung des Pakts für den Sport vor Ort und auf Kreisebene zu gestalten. Denn die kommunale Sportpolitik stehe vor einer wichtigen Neuorientierung.

Dabei müsse das Erreichte vor Ort festgeschrieben werden, damit die Nachkommen darauf aufbauen könnten. Schuldner: „Der Sport muss als Gesetz in der Landesverfassung verankert werden.”

Beim LSB stehe der Entwurf für ein Sportgesetz bereits. Bürgermeister Werner Breuer mit Nachdruck: „Der Sport ist ein aktiver Bestandteil unserer Gesellschaft.”

Er halte für jede Generation, für jedes Geschlecht und jede Nationalität ein Angebot bereit. Zielstrebigkeit, Charakterfestigkeit und Fairplay könne bei seiner Ausübung erlernt werden, woran es in der Gesellschaft mehr und mehr mangele.

Wissenschaftlich erwiesen sei, dass Sport umfangreiche Leistungen zur sozialen Integration erbringe und dass er die meisten Menschen für das Ehrenamt begeistere, was laut Breuer nachhaltig unterstützt werden müsse.

Mit Fitness-Tipps wartete der Sportpädagoge und Buchautor Heinz-Willi Gerards auf.

Musikalisch umrahmt wurde die Matinee durch Hans-Günter Leuchter (Klavier) und Tochter Ricarda (Gesang). Sie boten Stücke aus bekannten Musicals dar.

Im Foyer stieß Bürgermeister Breuer mit den Geehrten (s.unten) auf deren vorbildliche sportlichen Leistungen und deren ehrenamtlichen Verdienste um den Sport an.