Baesweiler: Weniger Stimmbezirke zur Bürgermeisterwahl

Baesweiler: Weniger Stimmbezirke zur Bürgermeisterwahl

Dem Endspurt blicken Simone Wetzel und Johanna Lankow gelassen entgegen. Bereits vor Monaten haben die beiden im Wahlamt damit begonnen, die Bürgermeisterwahl vorzubereiten. Am Sonntag, 13. September, entscheidet sich, ob Amtsinhaber Dr. Willi Linkens (CDU) weiter Chef der Verwaltung bleibt, oder ob es Dr. Karl Josef Strank (SPD) sein wird.

An die Wahlurne dürfen die ersten Bürger schon bald. Am Montag, 10. August, können sie ihre Stimmen abgeben. Am gestrigen Freitag hat die Regio IT das Wählerverzeichnis erstellt, gut 20 500 Personen ab 16 Jahren stehen für Baesweiler drin. Zwar werden die Wahlbenachrichtigungen erst ab dem 13. August zugestellt, doch bereits ab Montag können diejenigen, die per Briefwahl votieren möchten, dazu mit ihrem Personalausweis im Rathaus vorstellig werden und die Stimmzettel erhalten.

Der ist kleiner als sonst. Ein DIN A5-Blatt reicht für die beiden Namen. Der von Linkens steht oben. Nicht etwa, weil das Los es so entschieden hätte. Die Platzierung orientiert sich an den Ergebnissen der Vergangenheit — und die lagen beim Amtsinhaber teils über der 90-Prozent-Marke.

Es ist eine übersichtliche Liste — da dürfte es in den Wahllokalen schnell gehen. Und weil es wenig anzukreuzen und demnach auch nur wenig auszuzählen gibt, ist die Zahl der Stimmbezirke — sprich: Räume — deutlich reduziert worden, sagt Simone Wetzel. So gibt es im Gymnasium nur noch zwei statt wie sonst bei Kommunalwahlen üblich drei Stimmbezirke, auch in der Grengrachtschule sind es nur noch zwei statt drei.

Einen statt zweien gibt es im Haus Setterich und der Grundschule Loverich. Wetzel: „Wir hätten auch die Zahl der Wahllokale insgesamt reduzieren können — doch mancher Wähler wäre dann vielleicht verunsichert, wenn er zur Stimmabgabe plötzlich in ein ganz anderes Gebäude als sonst müsste.“

Zwar war der Aufwand im Vorfeld deutlich größer, weil die einzelnen Straßenzüge so auf die „verschlankte“ Zahl der Stimmbezirke verteilt werden mussten, dass diese ähnliche Größen erreichten — auch die Briefwahlbezirke wurden von fünf auf zwei runtergesetzt — doch reduziert es den personellen Aufwand deutlich. 120 statt sonst 210 Wahlhelfer sind am Stichtag von 8 bis 18 Uhr im Einsatz. Kosten verursacht die Wahl dennoch, wie die SPD bereits vor dem Wahlkampf moniert hatte.

Linkens hatte seine Amtszeit nicht verkürzt, um bei der Kommunalwahl 2014 anzutreten. Der daher nötige Urnengang schlägt mit etwa 14 000 Euro zu Buche. Große Unbekannte neben dem Wahlausgang ist die Wahlbeteiligung. Zieht eine Bürgermeisterwahl die Wähler an die Urne? Mit Blick auf den Trend bei vergangenen Kommunalwahlen bleibt Simone Wetzel realistisch.

„Wir wären froh, wenn wir mehr als 50 Prozent erreichen.“ Vielleicht holt die Briefwahl viele Stimmen rein. „Da geht der Trend ganz klar hin. Viele wollen das Thema möglichst schnell abhaken und beantragen gleich.“ Ab Montag besteht Gelegenheit.

Übrigens: Unsere Zeitung hat ein Wahlforum mit den beiden Kandidaten Dr. Linkens (CDU) und Dr. Karl Josef Strank (SPD) organisiert. Die Veranstaltung beginnt am Montag, 24. August, um 19.30 Uhr in der Alten Scheune der Burg.