Herzogenrath: Welttag des Buches eingeleitet

Herzogenrath: Welttag des Buches eingeleitet

Lust auf Lesen weckt die Stadtbücherei Herzogenrath nicht nur am Welttag des Buches. Aber zu diesem besonderen Tag lässt sich das Team jedes Jahr etwas Besonderes einfallen. Diesmal gab es am Vorabend eine Lesung zur Einstimmung auf den „Feiertag des Lesens“.

Gudrun und Dietrich Hoppe gaben Einblicke in Leben und Werk des umstrittenen Dichters Gottfried Benn. Unter dem Titel „...es gibt nur eines: ertrage dein fernbestimmtes: Du musst“ präsentierte das Ehepaar Auszüge aus seinen bekanntesten literarischen Werken. Schriftstellerin Else Lasker-Schüler hatte einmal über Gottfried Benn gesagt: „Jeder seiner Verse ein Leopardenbiss, ein Wildtiersprung. Der Knochen ist sein Griffel, mit dem er das Wort auferweckt.“

Seit acht Jahren präsentiert das Ehepaar Hoppe zwei Mal im Jahr in Zusammenarbeit mit dem Förderverein „Pro Stadtbücherei Herzogenrath“ ausgewählte Literatur. Die beiden haben damit bereits eine große Schar an Anhängern gewonnen. Ihre persönliche Leidenschaft für Literatur, aber auch die Freude daran, anderen Lust am Lesen zu vermitteln, treiben die beiden vielseitig engagierten Herzogenrather an.

Der Welttag des Buches wurde 1995 von der Unesco als weltweiter Feiertag für das Lesen, für Bücher und die Rechte der Autoren ausgerufen. Die UN-Organisation für Kultur und Bildung hat sich dabei von dem katalanischen Brauch inspirieren lassen, zum Namenstag des Volksheiligen St. Georg Rosen und Bücher zu verschenken. Bundesweit und auch in Herzogenrath wurden unter dem Motto „Ich schenk dir eine Geschichte“ Bücher an Kinder verschenkt — diesmal Annette Langens Titel „Im Bann des Tornados“.

Über diesen Brauch hinaus hat der 23. April auch aus einem weiteren Grund besondere Bedeutung: Er ist in diesem Jahr der 400. Todestag von William Shakespeare.

Am 22. September lesen Gudrun und Dietrich Hoppe wieder in der Stadtbücherei Herzogenrath, dann aus den Büchern des deutschen Schriftstellers Robert Gernhardt.