Herzogenrath: Wehmütiger Abschied: Merksteiner Narrenzunft löst sich auf

Herzogenrath: Wehmütiger Abschied: Merksteiner Narrenzunft löst sich auf

Die Merksteiner KG Narrenzunft 1951 hat sich nach 65 Jahren im Vereinslokal Reischl verabschiedet. Am 8. September 1951 war die KG im Lokal Delahaye, heute Reischl, gegründet worden. Prinzen und Prinzenpaare kamen aus der Gesellschaft.

Mit selbstgebauten Wagen nahm die KG am Rosenmontagszug teil. Leider aber nahm die Mitgliederzahl in den vergangenen Jahren immer mehr ab. Die Jugendabteilung konnte nicht mehr aufrechterhalten werden. Somit hat sich die Narrenzunft schweren Herzens entschlossen, sich Ende 2016 aufzulösen.

Beim Abschiedsfest wurden zum letzten Mal verdiente Mitglieder geehrt: Ehrenhutträgerin Käthe Reischl und Sonja Zweipfennig, Ehrenhutträger Rudolf Porger und Dieter Stachel, Ehrenmitglied Sofia Porger und Siegfried Marschner. Ehrenpräsident ist Karl-Hubert Dammers, der den Verein viele Jahre erfolgreich als Präsident führte, und von 1984 bis 2002 Vizepräsident des Verbands Aachener Grenzlandkreise (VKAG) war.

Die meisten Unterlagen des Vereins werden im Karnevalsarchiv des Verbands in Würselen untergebracht. Jedes anwesende Mitglied erhielt einen Erinnerungsorden. Die KG spendet dem Förderverein Merksteiner Karnevalsbrauchtum 3000 Euro für den Rosenmontagzug.

Oliver Fürpeil und André Kochs nahmen als Vertreter des Fördervereins den Scheck entgegen, den der stellvertretende Vorsitzende Heinz Billmann, Claudia Kemmerling und Gisela Pöttgens überreichten. Unter dem Motto: „Allen wohl und niemand weh“, verabschiedete sich die Merksteiner Narrenzunft.

(fs)