Herzogenrath: Wechsel auf der Wiese: St.-Sebastiani-Bruderschaft statt Flobertschützen

Herzogenrath: Wechsel auf der Wiese: St.-Sebastiani-Bruderschaft statt Flobertschützen

Es waren rührende Momente. Augenblicke mit Symbolkraft. Hier der Abschied von einer langen und überwiegend schönen Zeit, dort die Freude auf die Zukunft. Zur Übergabe der Schützenwiese an der Haus-Heyden-Straße im Herzogenrather Stadtteil Bank schwang viel Herz auf allen Seiten mit.

Bekanntlich ist die Flobert-Schützengesellschaft 1899 Bank im Auflösungsprozess. Doch einen dauernden „Nachlass“ gibt es auch. Die Schützenwiese der Banker hat mit der Übergabe an die St.-Sebastiani-Schützenbruderschaft des ehemaligen Ländchen zur Heyden, Kohlscheid, neue Eigentümer gefunden.

Auch wenn der Brudermeister der Flobert-Schützen, Josef Zimmermann, von einem sehr schweren Tag sprach, so machte er mit der Schenkung der Chronik an den Sebastiani-Brudermeister Hans-Peter Hilgers den neuen Nutzern eine weitere Freude. Auch die Stadt bekam an diesem Tag mehrere Geschenke fürs Archiv. In Vertretung von Bürgermeister Christoph Vondendriesch nahm „Vize“ Marie-Theres Sobczyk das schwere Königssilber, die Königskette und den Königspokal dankend entgegen.

Zuvor hatte Pfarrer Rainer Thoma von der Kirchengemeinde Christus unser Friede die Anlage gesegnet und zum gemeinsamen Gebet aufgerufen. Josef Zimmermann nutzte den Festakt, um nochmals in die Geschichte der aufgelösten Flobert-Schützengesellschaft einzutauchen. Worte des Dankes gingen an Gäste und Gönner. „Wir sind froh, dass wir jetzt endlich eine echte Schützenwiese haben“, freute sich auch der Chef der neuen Eigner, Hans-Peter Hilgers.

Dankbarkeit äußerte zudem der Vizebrudermeister der St. Sebastianis, Horst Kosanke. Er nahm an der Zeremonie auch als Ehren-Bundesmeister teil. Aufgelockert wurde der Festakt durch die Beiträge der Musikkapelle Straß.

(mas)
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