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Bardenberg: Warnungen und Appelle am Volkstrauertag

Bardenberg : Warnungen und Appelle am Volkstrauertag

Wie an vielen Orten am Wochenende wurde anlässlich des Volkstrauertages auch in Bardenberg der Gefallenen und Verstorbenen gedacht. Dazu begrüßte Karl Havers im Namen der Interessengemeinschaft Bardenberger Ortsvereine zahlreiche Gäste am Ehrenmal in der Dorfstraße.

Die Freiwillige Feuerwehr stellte eine Ehrenwache, musikalische Beiträge wurden vom Trommler- und Pfeiferkorps unter der Leitung von Josef Horbach und dem Männergesangsverein „Orphea” mit ihrem Dirigenten Willi Beckers beigesteuert. Abordnungen der Ortsvereine und der Politik nahmen an der Gedenkveranstaltung, die in Bardenberg seit 1972 Tradition ist, teil.

„Wachsam sein”

In seiner Gedenkrede erinnerte Pfarrer Rainer Gattys an die Opfer von Krieg und Gewalt im vergangenen Jahrhundert. Aber er mahnte auch, gerade in der heutigen Zeit die Gedanken auch denjenigen zu widmen, die aktuell unter Krieg, Gewalt und Verfolgung zu leiden haben. Das Gedenken an die Toten und Vermissten müsse vor allem im Herzen eines Jeden, nicht nur der nächsten Angehörigen, wach gehalten werden. Es solle gleichzeitig als Warnung verstanden werden, dass Gewalt gegen die Mitmenschen immer großes Leid auf allen beteiligen Seiten mit sich bringt, mahnte Gattys.

„Die Toten sollen uns mahnen, in Nächstenliebe miteinander umzugehen, über Glaubens- und Rassengrenzen hinweg.” Gerade heute, da vielerorts wieder Gewalt gegen Fremde aufkeimt, „müssen wir alle wachsam sein, dass sich die schlimmen Vorkommnisse nicht wiederholen”. ´