Alsdorf: Wardener Kapelle: Vor 550 Jahren erstmals urkundlich erwähnt

Alsdorf: Wardener Kapelle: Vor 550 Jahren erstmals urkundlich erwähnt

Der Jakobusrat der Gemeinde St. Jakobus Warden, dem Mitglieder der Ortsvereine angehören, gegründet nach der Zusammenlegung der Pfarrgemeinden, hatte bei der jüngsten Versammlung in der alten Kapelle eine umfangreiche Tagesordnung zu bewältigen.

Clare Goebel leitete die Versammlung und freute sich über die Teilnahme von Pfarrer Michael Krosch und Kaplan Marian Mertens. Im Mittelpunkt stand die Feier zum 550-jährigen Bestehen der Wardener St.-Jakobus-Kapelle am 1. August.

Erste urkundliche Angaben über die Kapelle St. Jacobi in Warden liefert das Protokoll des Schlichtungsverfahrens in Streitigkeiten über Rechte der Kapelle am 1. August 1463. „Man soll die Kapelle zu Ehren des heiligen Jacobus weihen, einen Kirchhof dabei anlegen und fortan eine Messe lesen“, heißt es in den Unterlagen. Den runden Geburtstag der gut erhaltenen Wardener Kapelle soll im Rahmen zweier Veranstaltungen groß gefeiert werden.

Geplant ist am Geburtstag, Donnerstag, 1. August, eine Wanderung über den St.-Jakobus-Weg von Jülich über Aldenhoven bis Warden zur Kapelle. Interessierte anderer Gemeinden der Pfarre Johannes XXIII. sind ebenfalls dazu eingeladen.

Die besonderen Festlichkeiten werden beim großen Gemeinde- und Kapellenfest am Sonntag, 8. September, starten. Die Aktivitäten sind bereits in Planung. Nach dem Festgottesdienst sind zahlreiche Aktivitäten, auch mit einer Cafeteria im Johannesheim ins Auge gefasst.

Die Akteure hoffen auf die Mitwirkung der kirchlichen und der Ortsvereine. Die Einnahmen sollen der Kapelle zu Gute kommen. Ein weiterer Beratungspunkt war die Gestaltung des Fronleichnamsgottesdienstes. Es bleibe zunächst dabei, so erklärte Pfarrer Krosch, dass die Kirchengemeinden von ihrem Gotteshaus aus in einer Prozession zur Pfarrkirche St. Marien Mariadorf pilgern, wo ein gemeinsamer Gottesdienst stattfindet.

Nicht mehr gut zu Fuß

Dabei wurde auch angesprochen, dass besonders die älteren Kirchenbesucher bedauern, den weiten Weg nicht mehr zu Fuß zurücklegen zu können, jüngere Generationen aber weniger Interesse zeigen. Pfarrer Krosch versicherte, sich die Entwicklung in diesem Jahre einmal genau anzusehen, um gegebenenfalls im nächsten Jahr eine andere Regelung zu treffen ...

(rp)