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Unterhöhlung am Wurm-Ufer: Waldweg Teuterhof in Richtung Bardenberg gesperrt

Unterhöhlung am Wurm-Ufer : Waldweg Teuterhof in Richtung Bardenberg gesperrt

Infolge des Hochwassers wurden Teile des Uferbereichs der Wurm stark unterhöhlt. Waldwege zwischen Würselen und Kohlscheid mussten gesperrt werden.

Der Weg vom Teuterhof entlang der „Dino-Eier“ in Richtung Bardenberg ist aktuell nicht mehr sicher. Hier besteht eine Gefahr für Fußgänger, Radfahrer und auch für Reiter. Die Stadt Würselen hat diesen Bereich bis auf weiteres gesperrt.
Alternativrouten bestehen für Fußgänger über die Treppenanlage in Richtung Bardenberg und Morsbach oder über den Fußweg auf Herzogenrather Stadtgebiet über den Wanderparkplatz in Richtung Pumpermühle. Eine Ausweichroute für Reiter in Richtung Bardenberg ist ausschließlich über den Weg in Richtung „Alte Mühle“ und weiter über den Waldweg in der Verlängerung der Straße „Zum Wurmtal“ bis zur Oststraße/Kohlscheider Straße (K1). Die Brücke im Bereich der „Alten Mühle“ wird aufgrund der Hochwasserlage in der vergangenen Woche statisch überprüft und ist aktuell für Fahrzeuge, Fußgänger und auch für Reiter gesperrt.

Im Nachgang des Hochwasserereignisses im März 2019, bei dem die Uferböschung im Bereich eines böschungsnah verlaufenden Abwasserkanals gesichert wurde, hatten Wasserverband Eifel-Rur (WVER) und Stadt Würselen unter Beteiligung der Unteren Wasserbehörde der Städteregion Aachen eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, um sowohl kurz- aber auch langfristige Maßnahmen in diesem Bereich auszuloten. Die Ergebnisse wurden im Juni 2020 vorgestellt. Dabei soll im Bereich der provisorischen Böschungssicherung als Sofortmaßnahme das Gewässer mit einer Schüttung von Wasserbausteinen modelliert werden, damit die Wurm die Böschung nicht direkt am Prallhang anströmen kann.

Als kurzfristige Maßnahme soll im Sommer 2022 eine Stützwand aus Holz vor die temporär gesicherte Uferböschung gesetzt werden: Die Stützwand hat eine Gitterstruktur aus horizontal und vertikal verlaufenden Holzstämmen, das Fundament besteht aus Gabionen (mit Steinen gefüllte Drahtkörbe) und die Hohlräume werden mit Schotter und Erde befüllt.

Die Planungen für die kurzfristige Maßnahme wurden in der Zwischenzeit unter Hochdruck fortgesetzt und im Frühjahr 2021 wurde der Vorentwurf durch die durch den Wasserverband beauftragten Ingenieur- und Fachbüros der Unteren Wasserbehörde und der Stadt Würselen vorgestellt. Aktuell läuft das Genehmigungsverfahren. Aus heutiger Sicht kann der Zeitplan für die Errichtung der Stützwand im Sommer 2022 eingehalten werden.
Parallel dazu plant der Wasserverband die kurzfristige Sanierung der Böschung unmittelbar im Bereich der Straßenbrücke, die infolge des Starkregens massiv beschädigt wurde.

(red)