Würselen: Vorsicht: Kröten, Frösche und Molche wandern wieder

Würselen: Vorsicht: Kröten, Frösche und Molche wandern wieder

Mit dem Frühling beginnt auch wieder die Zeit der Amphibienwanderungen (Kröten, Frösche, Molche). Der Aufbau der Amphibienschutzeinrichtungen in der Städteregion startet in diesem Jahr am Würselener Mühlenweg, der ins Naturschutzgebiet Wurmtal führt. In diesem Bereich zwischen Bardenberg und der Alten Mühle werden am Dienstag Amphibienleitzäune im Auftrag der unteren Landschaftsbehörde aufgestellt.

Mit den Zäunen werden die Tiere zu fest eingebauten Amphibientunneln geführt, in denen sie sicher zu ihren Laichgewässern kommen. Die Städteregion bittet, dort nur mit reduzierter Geschwindigkeit zu fahren, da trotz Leitzäunen im Bereich von offenen Einfahrten die geschützten Amphibien auf der Fahrbahn unterwegs sein können.

Die Arbeiten beginnen im Bereich des Mühlenweges nahe dem Rückhaltebecken und dem Hallenbad. Die Frösche sind die ersten, die den Winterschlaf beenden. Im Naturschutzgebiet Broichbachtal laufen daher die Vorbereitungen, um die ersten Frösche sicher über die Straße zu bringen. Die Erdkröten werden erfahrungsgemäß auf „Nummer Sicher“ gehen und noch den tatsächlichen Beginn des Frühjahrs abwarten. Daher müssen für die Artenschutzmaßnahmen auch mindestens acht Wochen kalkuliert werden.

Schutzzäune werden aufgebaut

Entlang des Schutzzaunes werden die Tiere auf dem Hinweg von der Bierstraße aus durch sogenannte Fangeimer in die dortigen Weiher gebracht und auf ihrem Rückweg wieder in den Wald transportiert. Erfahrungsgemäß kehren die weiblichen Tiere dem Laichgewässer schnell wieder den Rücken zu und wandern zurück in Richtung Sommerquartier, die männlichen Amphibien hoffen noch auf weitere weibliche Bekanntschaften und halten sich deshalb noch länger am und im Gewässer auf.

Anfang März wird mit dem Aufbau von zwei jeweils 500 Meter langen Amphibienleitzäunen und dem Einbau von Eimerfallen begonnen. Radfahrer und Fußgänger werden gebeten, eine Alternativroute zu nutzen. Sobald dann die ersten Amphibien mit ihrer Wanderung beginnen, werden die Ordnungsämter der Städte Alsdorf und Herzogenrath in Zusammenarbeit mit der unteren Landschaftsbehörde die Ottenfelder Allee im Bereich des Schlossparks Ottenfeld und der Straßeneinmündung nach Reifeld und Noppenberg für den gesamten Verkehr sperren.

Nächster Einsatzort wird im Broichbachtal die Bergerstraße (Herzogenrath) sein. Schutzmaßnahmen werden darüber hinaus in den nächsten Wochen noch in Monschau, Roetgen und Simmerath aufgebaut. Weitere Informationen zum Thema gibt es bei Udo Thorwesten von der unteren Landschaftsbehörde, Telefon 0241/5198-2401, Mail: udo.thorwesten@staedteregion-aachen.de