Baesweiler: „Vorhang frei, Bühne auf“ für die Lovericher Tollitäten

Baesweiler: „Vorhang frei, Bühne auf“ für die Lovericher Tollitäten

Heißt es in wenigen Monaten in Loverich „was ist das denn für ein Zirkus hier“, werden die Karnevalisten der Gesellschaft Blaue Funken überhaupt nicht beleidigt sein. Im Gegenteil, die designierten Herrscher wollen das so.

Allen voran Loverichs künftige Tollität Gernot Louis und Prinzessin Melanie. Sie haben sich für ihre drei Monate dauernde Session das Motto „Vorhang frei, Bühne auf“ ausgesucht. Apropos ausgesucht: Die künftige Mannschaft kommt mit einem Aufgebot daher, dass geballte karnevalistische Kompetenz stellt.

Gernot Louis, Geschäftsführer der KG Blaue Funken Loverich/Floverich, entstammt einer der jecksten Familien, die in Loverich/Floverich angesiedelt ist. Seine Eltern Franz-Walter und Kuni Louis waren selbst in den frühen 90er Jahren Narrenherrscher und mit allerhöchstem Beliebtheitsgrad ausgestattet.

Und an seine Kinderzeit erinnert sich der am 15. November (Mehrzweckhalle) zu proklamierende Prinz Gernot auch sehr gerne. Er war vor 22 Jahren Kindertollität „em Dörp“. Der 29-jährige Versicherungskaufmann „schnützte“ mit seiner Melanie ein karnevalistisches Naturtalent von den Rot-Weißen Funken Beggendorfs weg.

Dort war Melanie, sie ist beruflich medizinische Fachangestellte, lange Tanzmariechen. Vier Exprinzen stehen im Hofstaat des Louis-Clans, der zu 98 Prozent aus Gladbacher Borussen-Fans und zu je einem Prozent aus Schalkern und Alemannen besteht. Seine Bewerbung resultierte „eigentlich aus einer Bierlaune heraus“, wie er selbst grinsend einräumt.

Als im Vorjahr Ex-Prinz Marko Esser sich fürs höchste närrische Amt bewarb, tat er das nur „wenn sich meine Kumpels auch schon mal vormerken lassen“. Und das taten dann gleich sechs Männer, so dass Loverich bis 2020 feste Kandidaten hat. „ich stand in dieser Liste auf Platz Zwei“, sagt Gernot Louis, den die Lovericher — ebenso wie Melanie und Söhnchen Tristan — lieben werden.

(mas)
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