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Herzogenrath: Von Wut, Liebe und anderen Leidenschaften

Herzogenrath : Von Wut, Liebe und anderen Leidenschaften

„Mamma Medea” hat tausend Facetten: Schirme, Landkarten, Fotomontagen und noch andere Kunstwerke mehr - das jüngste Projekt der Aachener Theaterpädagogin Katrin Eickholt hat vielschichtige Ergebnisse gebracht.

Von dem Einfallsreichtum und der Bildfreudigkeit der beteiligten Schüler kann sich jetzt auch das Publikum überzeugen: Heute um 20 Uhr findet im Aachener „Mörgens” eine öffentliche Präsentation statt.

Moderne Version

Liebe, Tod, Wut und andere Leidenschaften: Die moderne Version des antiken Stoffes, die - von dem flämischen Autor Tom Lanoye verfasst - der Aachener Schauspieldirektor Michael Helle auf die Bühne des Großen Hauses gebracht hat, besitzt überzeitliche Qualitäten. Die sind so etwas von heute, dass es auch junge Leute zwischen 17 und 20 packt. Kein Wunder, dass die Idee von Katrin Eickholt und ihrer Kollegin, der Dramaturgin Heike Wintz, so gezündet hat.

„Offenes Jugendprojekt”

Unter denen, die innerhalb und vor allem außerhalb des Unterrichts bei dem „offenen Jugendprojekt” (Katrin Eickholt) mitmachten, waren neben Lehrern und Schülern der Betty-Reiss-Gesamtschule vor allem Pädagogen und Jugendliche aus Herzogenrath. Zusammen mit ihrer Kunstlehrerin Jule Lambertz haben auch André Thoma, Anna Mamok und Elisa-Maria Reiß vom Gymnasium mitgemacht.

Sicher: Sie haben das Stück gesehen und von daher schon das eine oder andere Bild im Hinterkopf gehabt. Dann aber haben sie weitergearbeitet, haben unter dem Thema „Heimat und Fremde” die Bilder ausgesiebt und neue gefunden - wie Anna Mamok mit ihrem Rollbild, das auch Züge eines Fotoromans hat. Und das Model, das in fiktiven Szenen die Medea mimt, ist sie selbst.

Schauspieler lesen Schüler-Texte

Am Dienstag gibt es freilich noch mehr. In einem ersten Block lesen Schauspieler des Theaters Aachen, darunter Bettina Ernst, die die Medea spielt, und Enrique Keil (Jason), Texte der Schüler, die vielfach zu den Schülern von Jens Klein in der Jahrgangsstufe 12 der Gesamtschule in Herzogenrath-Merkstein zählen.

Hinterher sind dann bei einer offenen Präsentation im „Mörgens” (Mörgensstraße) die Kunstwerke - darunter auch die alternativen Plakat-Entwürfe der Schüler von Eva Grüner am Berufskolleg - zu sehen. Karten vorher reservieren - das brauchen Neugierige in diesem Fall nicht: Einfach hingucken, neugierig sein und zuhören.