Würselen: Von Würselen in die Welt: Riesen-Fahrzeugwaagen ausgeliefert

Würselen : Von Würselen in die Welt: Riesen-Fahrzeugwaagen ausgeliefert

Seit 1924 baut Waagenbau Dohmen Fahrzeug- und Gleiswaagen für Lastwagen, Züge und andere schwere Lasten. Der Betrieb, den der Großvater der beiden heutigen Inhaber, Peter und Martin Dohmen, gegründet hat, ist dabei zu einem kleinen Weltunternehmen geworden. Nicht nur quer durch Europa, sondern auch nach Afrika, Asien und Amerika haben es Waagen der Firma Dohmen geschafft.

Nach nunmehr dreijähriger Bauverzögerung beim Kunden konnten jetzt zwei Fahrzeugwaagen mit außergewöhnlichen Abmessungen und Eigenschaften ausgeliefert werden.

Einzigartig ist schon allein die einteilige Waagenbrücke von 18 Meter mal 4,50 Meter und 45 Tonnen Eigengewicht, geeignet für den Überflureinbau in einer komplexen Lkw-Beladeanlage. Mittels integrierter, hochpräziser elektronischer Wägezellen und eines mikroprozessorgesteuerten Wägeterminals werden das Ladegewicht dosiert und alle mit der Wägung verbundenen Daten in einer EDV-Anlage weiterverarbeitet. Die Wägegenauigkeit der Waagen ist ebenfalls außergewöhnlich. Die Toleranz bei 50.000 Kilogramm beträgt maximal plus beziehungsweise minus zehn Kilogramm.

Waagenbau Dohmen ist schon seit vielen Jahren spezialisiert auf Sonderanfertigungen von Fahrzeugwaagen und dies in der eigenen Produktionsstätte in Würselen. Dies ist einzigartig in Deutschland.

Der Handwerksbetrieb lieferte bereits in 26 Länder weltweit. Großer Wert wird auch auf die Weiterentwicklung individueller Wägesysteme gelegt. Im Hause existiert eine eigene Entwicklungs- und Softwareabteilung. Der zukünftige Standort der Waagen liegt im Dreiländereck Deutschland, Frankreich und Luxemburg in einer Asphaltmischanlage. Schon allein wegen der grenzüberschreitenden Lieferungen auch an öffentliche Auftraggeber legt der Betreiber der Waagen größten Wert auf die Genauigkeit der Wägungen.

Mittwochabend machten sich zwei Schwertransporter und Begleitfahrtzeuge auf den Weg. Über die Autobahn in Richtung Saarland, auf den Land- und Bundesstraßen begleitet von der Polizei. Nach nunmehr drei Generationen seit 1924 in Familienbesitz ist in nähere Zukunft die Übergabe an die nächste Generation geplant. Eine spannende Aufgabe und eine große Herausforderung für die Nachfolger.

(fs)
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