Würselen: Von Schülern des Gymnasiums produziert: Such- und Hörspiele

Würselen: Von Schülern des Gymnasiums produziert: Such- und Hörspiele

Zwei Suchspiele und zwei Hörspiele haben die 30 Schüler des letzten Literaturkurses des Städtischen Gymnasiums bei Radio Ragazzi in Aachen produziert. Ein Jahr lang hatten sie überlegt, geschrieben, in Frage gestellt, diskutiert.

Jetzt wurden Ausschnitte bei völlig verdunkeltem Raum im Alten Rathaus vorgestellt. Aus 80 Minuten CD wurden 45 Minuten

Interessantes hörte das Publikum im voll besetzten Saal, darunter auch 20 Lehrer des Gymnasiums. „Das freut mich sehr, dass der Literaturkurs so eine große Resonanz unter den Kollegen findet“, sagte Literaturkurs Lehrer Jürgen Nendza, der stolz auf das Ergebnis seines Kurses war.

„Die Schüler haben sich während des Schreibprozesses entdeckt. Sie haben die Handlung vorangetrieben, haben die Figuren entwickelt und letztlich verstanden, wie schwer es ist, bis ein Hörspiel in sich plausibel ist.“ Das Ergebnis war kurzweilig.

„Es ist jedes Mal spannend zu hören, welche Themen für die 17-jährigen wichtig sind und Beachtung finden“, urteilte Direktorin Lydia Becker-Jax, die vor allem die Qualität der Aufnahmen hervorhob. Da waren die Stimmen der Schüler zu hören, die pointiert und klar sprachen. Es waren Nebengeräusche zu hören.

Da stimmt alles, um die Aufnahmen professionell zu machen. Um sie nicht von den Hörspielen im öffentlich-rechtlichen Radio zu unterscheiden.

Da waren die Suchspiele. Suchspiele? Ein Kommissar stellt Fragen und verschiedene Personen beantworten diese Fragen. Langsam nährt sich der Hörer der Person, die verschwunden ist, ihrem Charakter, ihren Gewohnheiten.

Die Zuhörer erfahren immer mehr, bis, wie bei einem Puzzlespiel, sich das Bild zusammensetzt und nicht nur die verschwundene Person in ihrer Kontur klar ist, sondern auch ihr Verschwinden eine Erklärung hat. Bei den Hörspielen haben die Schüler moderne Themen aufgegriffen: Mobbing, Depressionen, Scheidung der Eltern.

Da entsponnen sich Geschichten, bei denen die Zuhörer mit einem Mobbingopfer Mitleid hatten oder beim Stalking mit dem Opfer mitzitterten. Und am Ende dachten die Zuhörer noch nach über das, was sie gehört hatten.

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