Herzogenrath: Villa Herzogenrath ist ein Zuhause für Künstler und Kultur

Herzogenrath : Villa Herzogenrath ist ein Zuhause für Künstler und Kultur

„Die Villa Herzogenrath ist ein Ort in der Stadt Herzogenrath, der sich etabliert hat, wo Kunst und Kultur ein Zuhause gefunden haben und kreative Menschen sowie Kunstliebhaber sich treffen“, freute sich Hartmut Dammer, Leiter vom Kunst-, Kultur- und Wirtschaftszentrum „Villa Herzogenrath“, bei der Eröffnung der diesjährigen Tage der offenen Tür unter dem Motto „Kunststrom“.

Elf Künstler präsentierten ihre Arbeiten und gaben einen Einblick in ihre Ateliers. Dammers Ehefrau Svitlana Bilash zeigte in ihrem Atelier ihre Malerei. „Es ist toll, dass wir wieder neue Gesichter begrüßen dürfen wie die Gastkünstlerin Klara Mirkovic Driesers“, betont Bilash.

Man wolle nicht nur große namhafte Künstler präsentieren, sondern auch vielversprechende Talente fördern. „Wir haben eine offene Tür für junge Künstler auf verschiedenen Niveaus“, erklärt Bilash. Die Ölgemälde der erst 21-jährigen Malerin Klara Mirkovic Driesers kamen im Kaminsaal der Villa hervorragend beim Publikum an. Und die Werke ergänzten sich in diesem Raum sehr gut mit der Malerei und den Skulpturen von Gastkünstlerin Trude Adler.

Als ehemalige Lehrerin und Künstlerin reist die in Aachen Lebende gerne durch die Welt. Ihr Herz schlägt für Afrika. Mit ihrer Kunst und dem Erlös aus dem Verkauf von Bilder, Keramiken und Textilien unterstützt sie Flüchtlingskinder in Afrika und ermöglicht ihnen die Teilnahme am Schulunterricht.

Der Würselener Künstler Willi Lemke zeigte im Parterre der Villa seine neuen Vario-Plastiken aus Metall mit Fundstücken. Darunter sind zum Beispiel sorgsam ausgewählte alte Glasreste, die so schön funkeln und glitzern wie Edelsteine. Darüber hinaus zeigte der vielseitig aktive Lemke kleine Collagen in Mischtechnik mit Acrylfarbe in Verbindung mit verschiedenen Materialien wie Folien und Netzen und einem letzten Arbeitsgang mit Tusche.

Sogar Schmuck vom Schrottplatz hat Lemke im Angebot: Ohrringe, Armbänder und Kettenanhänger aus gebürstetem, polierten und lackierten Alt-Metall. „Recycling und Neuverwertung von scheinbar nutzlos gewordenen Dinge war schon immer mein Thema. Ist der Schmuck fertig designt, kommt noch ein Magnetverschluss daran. Ähnlich verhält es sich mit dem Recycling bei meinen Eisenskulpturen, die durch meine entsprechende Bearbeitung aussehen wie feines Porzellan“, erklärt Lemke.

Der diesjährige „Kunststrom“ war bereits die sechste Auflage der beliebten Kunstveranstaltung in Kohlscheid. Von den im Haus ansässigen Künstlern öffneten Achim de la Haye, Monika Petschnigg und Christel Wermuth ihre Ateliers. Darüber hinaus nahmen als Gastkünstler noch Erwin und Monika Pütz sowie die Malerin „Miki“ und Herbert Schmidt teil. Die Vernissage wurde musikalisch begleitet von Marina Sandner.

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