Baesweiler: Vielleicht gibt es in Baesweiler bald ein Pflegeheim in Zentrumsnähe

Baesweiler : Vielleicht gibt es in Baesweiler bald ein Pflegeheim in Zentrumsnähe

Ein Defizit an vollstationären Pflegeplätzen ist für die Stadt Baesweiler ermittelt worden. Die Städteregion als zuständige Behörde hat dies nachgewiesen.

Es geht um etwa 70 Plätze, die im Rahmen der „Kommunalen Pflegeplanung nach dem Alten- und Pflegegesetz“ als altersgerechte Pflegewohneinrichtung mit Wahlleistungen im Stadtgebiet Baesweiler geschaffen werden müssen. Eine unbebaute Fläche hinter der Bebauung Stegerhütte- straße am Friedhof könnte dafür geeignet sein. Dazu benötigt es einen Bebauungsplan, um diesem Defizit entgegenzuwirken.

ErreichbarkeitVoraussetzung

Innerhalb des Stadtgebietes wurde ein Standort gesucht, der sich aufgrund seiner Größe und zentralen Lage „für eine potentielle Nachverdichtung in Form von senioren- und altengerechten Pflegewohneinrichtungen eignet“, hatte Baesweilers Technische Dezernentin Iris Tomczak-Pestel in der Sitzungsvorlage des Bauausschusses formuliert.

Zu den Grundvoraussetzungen für die Ausweisung einer solchen Einrichtung zählen neben der Zentrumsnähe die fußläufige Erreichbarkeit von sozialen Einrichtungen und Einkaufsmöglichkeiten.

Der unmittelbar an der Schugansgasse angrenzende Bereich entspricht den Anforderungen. So weist das die Sitzungsvorlage aus. Nach Fassung eines Aufstellungsbeschlusses soll ein Konzept erarbeitet werden, um rechtliche und zulässige Voraussetzungen für eine Wohneinrichtung am Standort Schugansgasse zu schaffen.

Bürgermeister Willi Linkens versicherte den an der Sitzung teilnehmenden vier Anwohnern der Stegerhüttestraße, „es geht heute lediglich um die Einleitung eines Prüfungsverfahrens. Wir wollen das prüfen, sonst gar nichts“. Sämtliche Stellungnahmen werde man in die Abwägung einbringen, versprach der Bürgermeister.

Rolf Beckers (Grüne) kündigte an, gegen einen Aufstellungsbeschluss Bebauungsplan 113, Schugansgasse (die Grundstücke gehören der Stadt) zu stimmen. Er begründete die Verweigerung seiner Partei unter anderem damit, dass man „zusätzliche Grundstücke hätte benennen sollen, die in die Planung einbezogen werden“. Auch wäre nach seiner Auffassung „die Goetheschule, die demnächst ausläuft ein Beispiel für eine Nutzung“.

Auch die Verkehrsanbindung nannte Beckers „grenzwertig“. Beckers hatte sich gewünscht, „schon im im Vorfeld das Prüfungsverfahren anzustoßen“. Auch Marika Jungblut (Linke) lehnte ab und verwies unter anderem darauf, „wir wollen dort kein so großes Gebäude. Außerdem sind „einige Bäume und eine Weißdornhecke zu schützen“. Diese und alle weiteren Bedenken „kommen komplett mit in die Detailplanungen hinein“, so Technische Dezernentin Tomczak-Pestel.

Vierwöchige Auslegung

CDU und SPD stimmten der Beschlussfassung geschlossen zu. Diese sieht neben der Aufstellung des Bebauungsplanes auch einen Entwurf des Bebauungsplanes plus Öffentlichkeitsbeteiligung im Rahmen einer vierwöchigen Auslegung vor. Parallel dazu ist die Behördenbeteiligung vorzunehmen.

(mas)
Mehr von Aachener Zeitung