Würselen: Viel Spaß und soziales Engagement: Müll sammeln beim Geocaching

Würselen: Viel Spaß und soziales Engagement: Müll sammeln beim Geocaching

Eigentlich ist es ein Hobby. Doch während der Projektwoche am Städtischen Gymnasium Würselen stand es auf dem Stundenplan von 30 Schülern der Jahrgangsstufe 7 bis Q1: Geocaching. Mit ihren Handys und einer App ausgestattet, die ihnen den Weg zu versteckten Schätzen zeigt, machten sich die Schüler in Würselen auf den Weg.

„Ich mag diese Art der Schatzsuche, um eine Gegend genau zu erkunden. Denn so kommen die Sucher immer an Stellen, die sie sonst nicht beachten würden“, urteilte Lehrer Stefan Flosbach.

So wurde beispielsweise Kilian Steppler (14) mit dem Tipp auf die Suche geschickt: „Mark hat Golf gespielt, suche den Golfball.“ Dazu wusste Kilian die Koordinaten: Nördlich 50 Grad, 49,240 und Östlich 006 Grad, 07,558. Es trieb den Achtklässler ins Gebüsch der Schule und dann hieß es suchen und genau gucken. „Der Schatz war so gut versteckt, dass wir kurz davor waren aufzugeben“, erzählte Niclas Mainz.

Doch weil die Schüler gerade schon einmal dabei waren, die Gegend akribisch zu durchkämmen, nutzten sie die Gelegenheit, allen Müll aufzusammeln, auf den sie dabei stießen. Insgesamt sammelten die Schüler 32 Säcke, die 60 Liter Fassungsvermögen haben. „Es war ein kaputter Regenschirm, den wir im Gewerbegebiet gefunden haben, Bierflaschen und Korken, Verpackungen von Schokoriegeln und sogar eine zerbrochene Kloschüssel im Wurmtal“, berichten die Schüler. Aron Ostwald (15) war es, der im internen Vergleich mit seiner Gruppe den meisten Müll sammelte, und deshalb einen Eisgutschein von Lehrer Flosbach bekam.

Kilian hat den Golfball letztlich in einem Baumloch gefunden und ihn wieder versteckt. Damit die Schatzsuche immer weiter geht, werden Sachen nach dem Fund getauscht oder wieder versteckt. Auf vielen Internetseiten wird Geocaching angeboten.

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