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Alsdorf: Vermittler auf Hausbesuch im Personalbüro

Alsdorf : Vermittler auf Hausbesuch im Personalbüro

Die Agentur für Arbeit, also das ehemalige Arbeitsamt, hilft Menschen ohne Beschäftigung bei der Stellensuche, das ist bekannt.

Neu ist, dass jetzt auch Arbeitgeber bei der Suche nach Beschäftigten verstärkt Unterstützung finden - zumindest in Alsdorf. „In der Vergangenheit war dies kaum möglich gewesen, da die Vermittler gleichzeitig für Arbeitnehmer und Arbeitgeber zuständig gewesen sind”, sagt Hubert Wehren, zurzeit Geschäftsstellenleiter der Agentur in Alsdorf.

Seit 1. April werden hier vier Arbeitsvermittlerinnen und -vermittler speziell für die Betreuung der Arbeitgeber eingesetzt. „Ich kann sagen, ich bin in zehn Minuten da, wenn sich ein Arbeitgeber bei uns meldet”, erklärt Franz-Josef Emundts das Prozedere.

Früher sei nur am Telefon kommuniziert worden, oft hätten Arbeitgeber dabei ungenaue Angaben gemacht. „Jetzt kann ich zusammen mit dem Anbieter einer Stelle ein genaues Profil der gewünschten Arbeitskraft entwickeln”, ergänzt der erfahrene Vermittler, „und bin dann in der Lage, die Handvoll Personen rauszusuchen, die den Anforderungen entspricht.”

Zum „Instrumentenkoffer” gehören dabei unter anderem Kurzqualifizierungsmaßnahmen, bundesweite Personalsuche oder Beratung für Existenzgründer. „Wenn ein Betrieb sagt, wir würden ja gerne einstellen, aber..., dann geht es uns darum, das Aber aus der Welt zu räumen”, sagt Hubert Wehren.

Die neue Regelung zeigt Wirkung. „Wir können jetzt 70 Prozent der gemeldeten Stellen binnen vier Wochen vermitteln”, sagt Vermittlerin Isabel Leisten. Früher sei die Quote nicht so hoch gewesen. Dienstleistungen und Maßnahmen zahlt die Agentur aus dem normalen Etat. „Es reicht, wenn der Arbeitgeber hinterher seinen Anteil an der Sozialversicherung zahlt”, lacht Franz-Josef Emundts.

Alsdorf hat das neue Angebot im Vorfeld der Umstrukturierung der Bundesanstalt für Arbeit eingeführt. Ihr werden bald weitere Neuerungen folgen: „Wir wollen und werden schnell bei der Vermittlung von Arbeit sein, denn nur dann werden wir häufiger eingeschaltet und können auch weiter gut vermitteln”, sagt Hubert Wehren.