Alsdorf: Vermisste gerettet und Feuer gelöscht

Alsdorf: Vermisste gerettet und Feuer gelöscht

Martinshörner schreckten die Bewohner im Zentrum von Alsdorf auf. Aus dem Rathauscenter an der Otto-Wels-Straße drang dichter Qualm, der für eine schnelle Alarmierung der Feuerwehr sorgte. Mit Blaulicht und zackigem Tempo ging es zur Einsatzstelle, und dort pellten sich erstaunlich kleinwüchsige Wehrleute aus den großen roten Autos.

Anlass für den Auflauf war die Jahreshauptübung der Jugendfeuerwehr Alsdorf, die vor Ort zeigte, wie schlagkräftig, gut ausgebildet und geordnet sie bereits heute künftige Einsatzaufgaben übernehmen kann.

Viele Schaulustige

Unter den vielen herbeigeeilten Schaulustigen, die sich das gut halbstündige Spektakel nicht entgehen ließen, waren neben Bürgermeister Alfred Sonders auch die Leiter der Feuerwehr Peter Adenau, Andreas Dovern und Dirk Stöckmann sowie Ordnungsamtsleiter Jürgen Kochs und Vertreter der THW-Jugend mit Daniel Nießen und Benedikt Gehlen.

Schnell gingen die jungen Wehrvertreter ans Werk, schlossen C-Rohre und Verteiler an und sorgten für eine einsatzmäßige Ausrüstung am Mann. Natürlich war das Ganze „nur“ eine Trockenübung, der Rauch war zum Glück nur simuliert, die Spannung an der Einsatzstelle aber deutlich spürbar.

So wurden nach Übungsplan noch zwei Personen als im Gebäude vermisst gemeldet und die Jugendlichen gingen unter korrekten Einsatzbedingungen mit Atemschutz in das Gebäude. Natürlich wurden die vermissten Probanden gefunden, und auch der simulierte Brand war schnell bekämpft.

Was sofort sichtbar war, war die große Ruhe und die richtige Anwendung des Erlernten im Ernstfall. Der federführend verantwortliche Stadtjugendfeuerwehrwart Thomas Neumann war beeindruckt und freute sich mit den Worten Henry Fords — „Zusammenkommen ist ein Beginn, zusammenbleiben ein Fortschritt, zusammenarbeiten ein Erfolg“ — über das gute Abschneiden des Nachwuchses.

„Gerade in der heutigen Zeit ist es schwierig, die Jugendlichen für ein Thema zu begeistern, sie für längere Zeit zu gewinnen und zu motivieren“, sagte Neumann, „aber trotz erheblicher Altersunterschiede ist diese Gruppe zusammengeblieben, sogar zusammengeschweißt“.

Das zeigte nicht nur den Anwesenden, dass bei der Feuerwehr, größtenteils im Ehrenamt, hervorragende Arbeit auch in der Ausbildung geleistet und die Förderung des Nachwuchses und damit die Arbeit an der eigenen Zukunft ernst genommen wird.

(mabie)
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