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Herzogenrath: Verein „Bergbaudenkmal Grube Adolf“ feiert 25-jähriges Bestehen

Herzogenrath : Verein „Bergbaudenkmal Grube Adolf“ feiert 25-jähriges Bestehen

Der Verein „Bergbaudenkmal Grube Adolf“ feierte 25-jährigen Bestehen. Zahlreiche Gäste, unter ihnen der stellvertretende Bürgermeister Dr. Manfred Fleckenstein, der Knappenchor Anna und viele Adolf-Preisträger, wurden vom Vorsitzenden Franz-Josef Küppers begrüßt.

„Wir wollen danken für die damalige Initiative, ohne die wir heute nicht so stolz auf den Besucherpark Grube Adolf sein könnten“, betonte Küppers. Erster Vorsitzender wurde seinerzeit Hartmut Prast, der 2005 von Reinhold Hauser abgelöst wurde. Es folgten Angelo Moosmann und Ralf Scheuermann. Die längste Zeit als Vorsitzender war Dr. Hans Joachim Helbig vob 2009 bis 2017. Dann übernahm Franz-Josef Küppers das Vorstandsamt. Dr. Manfred Fleckenstein, selbst seit 25 Jahren Mitglied, gratulierte: „Ihre Aktivitäten rund um die Bergbaugeschichte unserer Region, haben das Leben — insbesondere hier im Stadtteil Merkstein — attraktiver und lebenswerter gemacht.“

Hartmut Prast berichtete über die schwierigen Anfänge. Der Verein sei 1992/1993 aus einer Arbeitsgruppe „Grube Adolf im Bergbaumuseum Wurmrevier“ in Alsdorf hervorgegangen. Am 22. Mai 1993 gründeten ihn 20 bergbauinteressierte Bürger. Der Verein erinnere an die Steinkohlegrube Adolf des Eschweiler Bergwerk Vereins, auf der von 1913 bis 1972 beste Fettkohle für die Koksproduktion gefördert worden sei. Satzungsgemäß bemühe sich der Verein um den Erhalt des Fördermaschinenhauses. Er sorge sich um Bergbaurelikte in der Stadt und im Tal der Wurm entlang der Karbonroute.

Die Erhaltung der Lüfteranlage bedeute Denkmalpflege in großer Dimension. Ein Projekt, das nur durch eine Förderung der NRW-Stiftung, und Spenden gestemmt worden sei. Küppers betonte: „Mit der Beharrlichkeit der Männer des Vereins konnte die Sanierung realisiert und ein weiteres Stück Bergbaugeschichte gesichert werden. Mit der Schaffung des Adolfpreises der Initiierung einer Mettenschicht und vielen anderen Aktivitäten rund um das Fördermaschinenhaus hat der Verein Mitglieder gewinnen und die Bergbautradition beleben können.

Natürlich steht auch die Kameradschafts- und Kontaktpflege zu den Kollegen in holländisch und belgisch Limburg sowie der Wallonie auf dem Programm. Dank vieler Bemühungen sind die Halde und das Fördermaschinenhaus heute wieder ein willkommener Anlaufpunkt. Liebevoll hergerichtet und bewirtschaftet bietet dieses Fördermaschinenhaus nicht nur Bergbauinteressierten, sondern auch Wanderern, Radfahrern, Familien mit kleinen Kindern und der älteren Generation regelmäßig einen Anlass, dieses Gebiet zu besuchen.“

Und weiter: „Der Verein konnte in den letzten 25 Jahren allerdings nur so erfolgreich sein, weil er stets Mitglieder hatte und hat, die bereit waren und sind, viel von ihrer Zeit und Energie in die gemeinsame Sache zu investieren.“ Im Rahmen des Jubiläumsfestes wurden auch Gründungsmitglieder und Jubilare geehrt: Die Gründungsmitglieder Hartmut Prast, Dr. Hans Joachim Helbig und Dieter Knehaus. Die Jubilare mit 25 Jahre Mitgliedschaft waren Franz Alexnat und Dr. Manfred Fleckenstein. Als Geschenk erhielten die Geehrten einen „Pöngel“ gefüllt mit Süßigkeiten, Seife und einem Bergmannschnaps. Mit dem Steigerlied und den obligatorischen Schnaps endete die Feier.

(fs)