Alsdorf: VABW muss Personal und Schulungskapazität abbauen

Alsdorf: VABW muss Personal und Schulungskapazität abbauen

Hans Vorpeil schäumt und spricht von dem „Berliner Raumschiff”. Die schwarz-gelbe Bundesregierung habe den Bezug zur Realität verloren. „Es ist ein Trugschluss, wenn man sich nur darauf beschränkt, die Wirtschaft flott zu machen”, sagt er.

Grund für die Kritik des Vorsitzenden des Vereins für Allgemeine und Berufliche Weiterbildung (VABW) mit Sitz in Alsdorf-Ofden sind die Auswirkungen des Sparpakets der Bundesregierung in der Arbeitsmarktpolitik.

Angesichts der damit verbundenen Mittelkürzungen zur Integration der Langzeitarbeitslosen in der Städteregion und bei der Arbeitsagentur werde das Jahr 2011 „ein Jahr der hilflosen Helfer”, wie VABW-Geschäftsführer Klaus Spille befürchtet.

„Leidtragende sind die benachteiligten jungen Menschen, die keinen Chance haben, am wirtschaftlichen Aufschwung teilnehmen zu können, die beruflich auf der Strecke bleiben, weil ihnen die notwendige Aktivierung und Qualifizierung über die geeigneten Weiterbildungsträger wie dem VABW fehlen”, sagt Vorpeil. Das werde sich gesamtgesellschaftlich rächen und den Staat in einigen Jahren weit mehr finanziell belasten „als der jetzt scheinbar erzielte Spareffekt auf dem Rücken der Ärmsten der Armen ausmacht”.

„73 Teilnehmerplätze werden wir bereits ab Januar weniger zur Verfügung haben, um Jugendliche auf dem Weg raus aus dem Arbeitslosengeld II zu begleiten. 25 oft allein erziehenden Frauen kann ab Januar kein Angebot zur Hilfe einer Beschäftigungsaufnahme mehr gemacht werden”, beschreibt Spille die unmittelbaren Auswirkungen auf die Aktivitäten des VABW. Und hinzu kommt: „13 Mitarbeitern können wir auf Grund dieser Mittelkürzungen für 2011 keine Weiterbeschäftigung mehr anbieten.” Ein schlimmer Schlag für den VABW und den von ihm betreuten Menschen.

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