Baesweiler: US-Maschinenbauer „Peerless” seit 20 Jahren im ITS Baesweiler

Baesweiler: US-Maschinenbauer „Peerless” seit 20 Jahren im ITS Baesweiler

Ein Stück flache Pappe wird vorne an der Maschine eingezogen und im Inneren zurecht gepresst. Hinten kommt nur wenig später eine Schale für ein Tiefkühlgericht heraus. Maschinen wie diese stellt das US-Unternehmen „Peerless Machine and Tool Corporation” im Baesweiler Industriegebiet her. Und das seit 20 Jahren.

1990 bezog der Maschinenbauer aus Marion im US-Bundesstaat Indiana seine Räume im Internationalen Technologie- und Servicecenter (ITS). Peerless war damit das erste amerikanische Unternehmen im Gewerbegebiet, heute sitzen dort acht US-Firmen. Damals begann man mit vier Mitarbeitern, heute arbeiten 18 Menschen am Standort.

„Es war eine sehr gute Entscheidung, nach Baesweiler zu kommen”, sagt Bob Carson, Seniorchef des familiengeführten Mutterunternehmens. Der Standort hat einen sehr großen Stellenwert im Unternehmen. 35 Prozent des Firmenumsatzes werden dort erwirtschaftet. Zudem zeigt das Unternehmen so Präsenz auf dem europäischen Markt.

Entscheidendes Argument für den Standort war damals, dass die Kunden von Baesweiler aus schnell erreicht werden konnten. „Seither hat sich unser Kundenstamm, den wir von Baesweiler aus bedienen, enorm vergrößert.” Mittlerweile werden Unternehmen der papierverarbeitenden Industrie in über 40 Ländern aus Baesweiler beliefert.

So kamen zur Jubiläumsfeier Geschäftspartner aus Asien, Afrika, dem nahen Osten und vielen europäischen Staaten. Bürgermeister Dr. Willi Linkens erklärte, dass es enorm wichtig sei, die Beziehung der Baesweiler Wirtschaftsförderer zu den Firmeneignern immer noch eng zu halten. „Als sich das amerikanische Medizintechnik-Unternehmen „Cook Medical” vor wenigen Wochen für den Standort Baesweiler entschied, haben uns Jeff und Bob Carson stark unterstützt”, sagte Linkens. „Sie haben einen tollen Brief über die Bedingungen in Baesweiler geschrieben. Das war ein wichtiges Argument für den Standort.”

Heute liegt das Unternehmen mit seiner Produktion im Trend. „Wir produzieren Verpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen”, sagt der Geschäftsführer der deutschen Niederlassung, Michael Wiegand. „Durch unsere Kartons ersetzen wir Aluminium und Plastik.” Mit dem Erreichten muss in Baesweiler noch lange nicht Schluss sein. „Wir prüfen weitere Expansionen ständig”, sagt Jeff Carson. So habe man sich schon einige Immobilien angesehen und über den Bau eines eigenen Firmengebäudes nachgedacht.