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Baesweiler: Unterricht mit neuem Tiefgang

Baesweiler : Unterricht mit neuem Tiefgang

„Moodle” heißt das Zauberwort, das seit Februar am Baesweiler Gymnasium im wahrsten Wortsinn Schule macht.

Hinter dem englischen Begriff verbirgt sich eine virtuelle Kommunikationsplattform, die es Schülern und Lehrern ermöglicht, auch außerhalb des Unterrichts miteinander zu kommunizieren.

Und nicht nur das, die virtuellen Klassenzimmer offerieren alles zum Vertiefen des Unterrichts oder geben ergänzendes Material für die Schüler an die Hand.

Entdeckt hat Studienrat Michael Langer, Lehrer für Chemie und Biologie, das in Australien entwickelte Programm „Moodle”. Und das Angebot ist eingeschlagen, „wie eine Bombe”.

„Die ersten Nutznießer dieser Lernplattform waren die diesjährigen Abiturienten. Mittlerweile nutzt die gesamte Oberstufe das Portal, 345 Schüler”, freut sich Michael Langer über den Erfolg seiner Entdeckung.

Auch Schulleiterin Oberstudiendirektorin Irene Jenniches war sofort von der Idee des Kollegen überzeugt, bietet die Plattform doch auch den Lehrern Möglichkeit, sich für einen fachbezogenen Vertretungsunterricht zu informieren - und so dem jüngsten Erlass zur Unterrichtsgarantie des NRW-Schulministeriums Folge zu leisten.

Ein Vorteil, den auch die Pädagogen schnell erkannt haben: „Rund ein Drittel der Kollegen haben schon nach kürzester Zeit für ihre Kurse Lernforen erstellt”, erzählt Michael Langer.

Die Schüler danken es - und sind selbst maßgeblich am Gelingen der Foren beteiligt: „Besonders vor Klausuren lassen sich nicht verstandene oder versäumte Inhalte diskutieren. Außerdem spart man Zeit, die man nutzen kann, mehr zu lernen und sich Hintergrundwissen zu verschaffen”, hat Zwölftklässlerin Julia Schneider bereits positive Erfahrungen mit den virtuellen Klassenzimmern gemacht.

In solch einem Raum findet man etwa Klausuren, Protokolle, Literaturhinweise, Links, Übungsaufgaben mit Lösungswegen oder die Facharbeiten der Schüler. „Das Lernforum ist selbstverständlich kein Ersatz für den Schulunterricht, aber der Aspekt der unterrichtsergänzenden Materialien ist ganz wichtig”, weiß Michael Langer.