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Alsdorf: Unbändige Lust auf Abenteuer

Alsdorf : Unbändige Lust auf Abenteuer

Die einzige Sorge der elegant anmutenden Kanadagänse im Alsdorfer Tierpark gilt derzeit der Aufzucht ihrer Gössel. Keine leichte Aufgabe, wenn man bedenkt, dass frisch geschlüpfte Gänsekinder vor allem durch drei Eigenschaften bestechen: Sie sind klein (im Sinne von wehrlos), sie sind gefräßig und sie sind neugierig.

Durchschnittlich sieben Gössel müssen von ihren Eltern beaufsichtigt werden. In der Praxis sieht das oft so aus, dass die kleinen Wilden in sieben verschiedene Richtungen loswatscheln auf der Suche nach dem großen Abenteuer.

Nicht immer können Gans und Ganter die Egotrips ihrer Gössel verhindern und so mancher forsche Selbstfindungsversuch endet im Schnabel von Graureiher, Kolkrabe oder Rabenkrähe, welche auf diese Weise ihren Nachwuchs ernähren.

Neben den genannten Eigenschaften sind Gänsekinder aber vor allem eins - niedlich. Sie sind kleine, kugelförmige Wesen in grauem und gelbem Flaum. Man kann die Weichheit des Gefieders und die Arglosigkeit ihres Wesens spüren, auch ohne den Knirps in der Hand halten zu müssen.

Verstärkt wird der Eindruck durch ein fast ununterbrochenes, Mitleid heischendes Piepsen. Doch Mitleid wollen die Gänsezwerge nicht, zumindest nicht von uns Menschen. Es sind innerartliche Kontaktlaute, die oftmals von Besuchern falsch gedeutet werden.