Würselen: Übung: Voschulkinder aus brennender Kita gerettet

Würselen: Übung: Voschulkinder aus brennender Kita gerettet

Eine rege Resonanz fand die Jahresabschlussübung, die der Löschzug Broichweiden am Kindergarten in der Dell fuhr. Dass sie mit den Feuerwehrleuten den Unholden der Witterung trotzten, spricht für die hohe Wertschätzung, die die ehrenamtlich im Laufe eines Jahres geleistete Arbeit in der Bevölkerung genießt.

Durch seinen Besuch zollte der 1. Beigeordnete der Stadt, Werner Birmanns, im Namen des Bürgermeisters Respekt. Aufmerksame Beobachter waren auch Abordnungen der beiden übrigen Löschzüge sowie die Leiterin der Einrichtung, Elisabeth Doum. Zur Übungslage: Durch einen technischen Defekt war es im Flurbereich in der Nähe der Turnhalle zu seiner starken Rauchentwicklung gekommen. Der Rauch breitete sich schnell aus. Einer Gruppe von Kindern, die sich in der Turnhalle aufhielt, wurde dadurch der Fluchtweg abgeschnitten.

Eine Rettung aus den Fenstern schied aus, da sich die elektronisch betriebenen Rolladen nicht hochfahren ließen. Es befanden sich nur die Vorschulkinder im Gebäude. Die übrigen machten gerade einen Ausflug. Einige Vorschulkinder konnten sich über den vorgegebenen Fluchtweg im hinteren Bereich des Gebäudes ins Freie retten. Einer Erzieherin fiel auf, dass noch zwei Kinder fehlten. Sie kehrte daraufhin ins Gebäude zurück um sie zu suchen.

Die zwischenzeitlich alarmierte Feuerwehr rückte mit vier Fahrzeugen an, die ob der abgeschiedenen Lage des Kindergartens nur schwer in Position zu bringen waren. Ein Trupp drang unverzüglich unter Atemschutz (mit Übungsfluchthauben) über den Haupteingang zur Menschenrettung in das Gebäude ein. Für den Innenangriff wurde ein C-Rohr in Anschlag gebracht. Die Wasserversorgung wurde durch den Unterflurhydranten sichergestellt.

Über die Lindener Straße wurde ein Löschgruppenfahrzeug in Position gebracht. Ein zweiter Trupp zur Menschenrettung rückte von dort aus vor. Die Wasserversorgung wurde vom Unterhydranten am Sportplatz aus aufgebaut. Der Außenangriff wurde von unterhalb der Treppen mit einem C-Rohr in Angriff genommen. Ebenfalls vom Dorfplatz aus kam die Jugendfeuerwehr zum Einsatz. Oberhalb der Treppen brachte sie drei C-Rohre in Anschlag, nachdem die Wasserversorgung sicher gestellt war.

Die Erstversorgung der verletzten Personen nahm der Malteser Hilfsdienst an einer eigens eingerichteten Sammelstelle vor. Neben der zwölfköpfigen Jugendwehr stellten 28 Feuerwehrleute unter der Leitung von Löschzugführer Ralf Jüsgens ihre Schlagkraft und Einsatzbereitschaft unter Beweis. Fach- und sachgerecht kommentiert wurde die „Regenschlacht“ durch Oberbrandmeister i. R. Kurt Dobadka. Manöverkritik wurde anschließend im Gerätehaus an der Eschweilerstraße gehalten, wo Ralf Jüsgens ein positives Resümee zog.

(ehg)