Herzogenrath: Übergangsvorstand rettet die Interessengemeinschaft Kohlscheider Vereine

Herzogenrath : Übergangsvorstand rettet die Interessengemeinschaft Kohlscheider Vereine

Zur Jahreshauptversammlung der Interessengemeinschaft Kohlscheider Vereine (IKV) konnte Vorsitzender Wolfgang Krott Vertreter von 15 Vereinen sowie etliche weitere Gäste im Haus Kempchen begrüßen.

Wolfgang Krott erinnerte in seinem Tätigkeitsbericht nicht nur an die Aktivitäten der IKV im vergangenen Jahr sondern auch an die vergangenen zwölf Jahre seiner Tätigkeit als Vorsitzender. Er bedankte sich bei allen, die ihn in dieser Zeit unterstützt hatten und dankte ebenfalls den Sponsoren der IKV. Einen Neujahrsempfang 2018 habe er noch nicht geplant, das überlasse er einem neu zu wählenden Vorstand.

Zurückgehende Teilnahme

Geschäftsführer Uli Hoffmann-Siemes bedauerte in seinem Bericht, dass die Teilnahme vieler Mitgliedsvereine in letzter Zeit stark zurückgehe. Kassiererin Heike Uhing legte einen ausgeglichenen Kassenbericht vor. Für die Revisoren trug Ernst Lieske trägt den positiven Prüfbericht vor und schlug der Versammlung die Entlastung der Kassiererin und des Vorstands vor.

In der Aussprache zu den Berichten bedauerten einige Vereinsvertreter, dass so wenige Vereine an der Umfrage der IKV zur Nutzung des Gebäudes der ehemaligen Realschule teilgenommen hätten. Viele fühlten sich wohl sicher und „gut versorgt“ mit den Räumen, die sie jetzt nutzen. Dies könne sich aber bei steigendem Raumbedarf der Schulen schnell ändern. So sei schon jetzt wenigstens einmal in der Woche die Aula der Gesamtschule wegen Eigenbedarf gesperrt — und das obwohl seinerzeit diese Aula ausdrücklich auch als Bürgerhalle konzipiert gewesen sei. Man müsse sich gemeinsam bei der Politik dafür einsetzen, den Beschluss zurück zu nehmen, das Grundstück der Realschule zur Finanzierung des Erweiterungsbaus der Gesamtschule zu nutzen.

Bernd Simons wurde einstimmig zum Versammlungsleiter bestimmt. Er dankte dem bisherigen Vorstand im Namen der Vereine für die geleistete Arbeit. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet. Zur Neuwahl des Vorstands wurde dann berichtet, dass sich etliche Vorstandsmitglieder nicht mehr zur Wahl stellen (aus Gesundheits-, Alters- und sonstigen Gründen).

Nachdem ein Kandidat für das Amt des Vorsitzenden kurzfristig wieder abgesagt hatte, gab es zunächst keine Kandidatur für das Amt des/der Ersten Vorsitzenden. Wolfgang Krott wies darauf hin, dass man dann den Verein nach der Satzung auflösen könne, wenn kein Vorstand gewählt werde. Daraus ergab sich die Diskussion, wie man weiter verfahren solle, um die Interessengemeinschaft als Dachverband und Sprachrohr der örtlichen Vereine zu erhalten.

Es wurde vorgeschlagen, die Vereinsaktivitäten eine Weile ruhen zu lassen, zum Beispiel auch keinen Neujahrsempfang zu veranstalten, um den Vereinen deutlich zu machen, wie wichtig es ist, dass sich Vereinsmitglieder zu Verfügung stellen. In Ruhe solle dann ein neues Vorstandsteam zusammengestellt werden.

Einstimmig angenommen

Schließlich wurde ein Vorschlag einstimmig angenommen: „Für eine Zeit von etwa einem halbenbis zu einem dreiviertel Jahr wird ein Übergangsvorstand gewählt. Die Positionen sollen dann bei einer Neuwahl bestätigt beziehungsweise neu besetzt werden. Es muss auch geklärt werden, welche Aufgaben der Verein in Zukunft (noch) ausführen könne.“ Helene Goebbels erklärte sich daraufhin auf Wunsch der Versammlung bereit, den Vorsitz zu übernehmen und wurde einstimmig gewählt. Ebenso einstimmig bestimmte die Versammlung dann Bernd Simons zum 2. Vorsitzenden, Herbert Zubel zum Geschäftsführer und Heike Uhing zur Kassiererin sowie Hans Behle zum 2. Kassierer. Norbert Thönnissen und Konrad Wolter wurden zu Beisitzern sowie Annemarie Zubel und Ernst Lieke zu Revisoren gewählt. Helene Goebbels dankte abschließend den Anwesenden für das Vertrauen.

(fs)
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