Baesweiler: Trotz Müdigkeit plaudert Gesthuysen sehr charmant

Baesweiler: Trotz Müdigkeit plaudert Gesthuysen sehr charmant

Dass der hohe Sessel so bequem war, hatte durchaus seine Tücken. „Dieses Ding ist so gemütlich, dass ich glatt einschlafen könnte!“ Die Müdigkeit, mit der Moderatorin, Journalistin und Autorin Anne Gesthuysen zu Beginn ihrer Lesung in der Burg Baesweiler kokettierte, stand einem charmanten Abend keinesfalls im Weg.

Nicht nur das Sitzmöbel machte der Kölnerin zu schaffen. „Gestern war die Schnullerfee bei unserem Sohn“, ließ sie ihr Publikum eingangs wissen. Der Kleine hatte sich tagsüber von seinem Schnuller verabschiedet — und erst beim Einschlafen realisiert, dass ihm etwas Wichtiges fehlt. Die Folge: Viel Geschrei und eine schlaflose Nacht für die Mama.

Diese Strapaze hat die Autorin gut kaschiert und vom Start weg munter drauflos geplaudert. Schon vor der Lesung kam es zu Annährungen mit dem Publikum, als eine Besucherin Gesthuysen einen selbstgebastelten Papporden mit dem Titel des Buches „Wir sind doch Schwestern“ um den Hals hängte. Ein besonderer Fanartikel, den die Autorin später auch stolz auf der Bühne trug. Derart ausgelassen blieb es.

Aus dem Nähkästchen

Ob Gesthuysen ein paar Stellen aus dem Buch vortrug oder ein wenig Unveröffentlichtes aus dem familiären Nähkästchen hervorkramte — stets mutete das Ganze wie ein munterer Abend unter Freunden an. Fast intim. Und das, obwohl die Runde in der Burg recht groß war. Gut 250 Zuhörer waren es am Ende, so dass das Team der Stadtbücherei fleißig nachbestuhlen musste.

(ssc)
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