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Alsdorf: Training am Queue bleibt Vertrauenssache

Alsdorf : Training am Queue bleibt Vertrauenssache

Das Vereinsheim eines der erfolgreichsten Vereine der Region befindet sich versteckt seitlich an der Treppe zum Eingang der Sporthalle Am Klött, neben der Gustav-Heinemann-Gesamtschule.

Doch so unscheinbar wie die massive Feuerschutztür mit dem Hinweisschild „Billard Club Alsdorf e.V.” aussehen mag, dahinter befindet sich ein großes und sehr gut eingerichtetes Clubzimmer, an dessen Wänden Regale mit hunderten von Pokalen hängen.

An den fünf Billardtischen gehen dort die 64 Mitglieder des Vereins ihrer Leidenschaft nach und spielen „Pool”-Billard. Auf vielen Turnieren haben die Spieler des seit 1975 bestehenden Vereins bereits bewiesen, dass der Billard Club Alsdorf seit 20 Jahren der erfolgreichste Billardverein in der Region ist.

Zunächst in einer Garage

In den ersten Jahren wurde in einer Garage gespielt, bevor man im Jahr 1984 in das eigenhändig erbaute Vereinsheim im Sportpark Nord umzog. Seit diesem Zeitpunkt bestreitet der BC Alsdorf sehr erfolgreich Ligaspiele, die jede Woche samstags stattfinden. Insgesamt stellt der Verein acht Mannschaften, die im so genannten Kombi-Ligabetrieb spielen, was bedeutet, dass alle drei verschiedenen „Pool”-Varianten gespielt werden müssen.

Die erste Herrenmannschaft des Vereins spielt in der Billard-Oberliga. Jeweils zwei Mannschaften des Vereins gehen dem Spielbetrieb in Verbands- und Landesliga nach, eine Mannschaft tritt in der Bezirksliga an und zwei weitere spielen in der Kreisliga. Trainiert werden kann beim BC Alsdorf jeden Tag. Den Aktiven ist es freigestellt, an welchen Wochentag sie ihr Training aufnehmen.

Jeder Spieler vertraut beim Training wie bei den Wettkämpfen, an denen jeder Aktive des Vereins teilnimmt, seinem eigenen Queue. Das intensive Üben zahlt sich auf vielen Wettkämpfen immer wieder aus. Alleine in diesem Jahr konnte der Verein mehrere Landesmeistertitel gewinnen. Die Damenmannschaft des Vereins - Janine Drescher, Diana Pohl, Nicole Herget, Trixi Schulz und Juliane Delling - konnte in diesem Jahr die Deutsche Meisterschaft zum zweiten Mal nach Alsdorf holen.

Bis ins Profi-Lager

Bei der deutschen Meisterschaft in Brandenburg ging ebenfalls der zweifache Landesmeister Michael Thelen an den Start, der einen respektablen 9. und 13. Platz belegen konnte. Weitere Teilnehmer an den Titelkämpfen waren die Herren-Pokalmannschaft des BC sowie aus der Jugend Tanja Hirschauer und Carsten Lehmann. Bedingt durch die gute Arbeit des Vereins konnten in der Vergangenheit Spieler wie Profi-Billiarder Ralf Souquet hervorgebracht werden, der im Jahr 1996 Weltmeister war. Die Treue zu seinem Verein zeigt er immer wieder durch Besuche im Vereinsheim, bei denen er gelegentlich auch das Training des Nachwuchses übernimmt.

Jugend im Blick

„Die Jugendarbeit wird in unserem Verein groß geschrieben”, sagt der Vorsitzende Kai Delling. Folglich wird auch bei den Junioren jeden Mittwoch intensiv trainiert. Derzeit spielen 14 jugendliche Spieler und Spielerinnen in den Reihen des Vereins, die von Jugendwart Willi Bruhn betreut werden. In diesem Jahr wurde den Nachwuchsspielern ebenfalls die Möglichkeit gegeben, an einem internationalen Jugendtraining in Prag teilzunehmen, bei denen sie von Trainern des europäischen „Pool”-Billard Verbandes trainiert wurden.

Außerhalb des Ligabetriebs veranstaltet der Verein selbst organisierte Turniere, bei denen Mannschaften aus dem Raum Aachen, Düren, aus Wuppertal und dem benachbarten Belgien zu Gast sind. Ebenfalls konnte ein Trainingswochenende mit dem vierfachen Europameister Günter Geisen organisiert werden. Durch dieses Engagement und das „angenehme und lockere Vereinsklima” und resultierend aus den vielen Erfolgen des Vereins konnte in den zurück liegenden zwei Jahren ein Mitgliederzuwachs von mehr als 20 Prozent verzeichnet werden.