Alsdorf/Würselen: Tour de France: Radrennfahrer begeistert empfangen

Alsdorf/Würselen: Tour de France: Radrennfahrer begeistert empfangen

Für viele Zuschauer war es ein besonderes Happening: die Tour de France auf Besuch in Alsdorf und Würselen. Lange bevor es los ging, fanden sich mehr und mehr Schaulustige am Straßenrand ein. Etliche hatten Stehtische und Bierzeltgarnituren aufgebaut, um zu lauter Musik Party zu machen.

Manche Häuser waren ganz Tour-de-France-mäßig geschmückt, so auch das von Patrick Kaldenbach. Die Idee sei „allein der Tatsache geschuldet, dass die Tour bei mir Zuhause vorbeifährt — und dies wird in meinem Leben wahrscheinlich nicht mehr vorkommen“, sagte der junge Mann und lachte verschmitzt.

Jeder feierte auf seine Weise das kurze Gastspiel der Tour de France am Wegesrand. Steht der nächste Toursieger ganz in Gelb schon fest? Foto: Meyer-Roeger, Stenzel-Zenner, Steindl

Doch nicht nur Häuser waren geschmückt, die Fahrbahn wurde mit bunter Kreide bemalt. Viele Zaungäste trugen die Farben Frankreichs. Der Lions Club Alsdorf um Präsident Ernst Butz wartete am alten Rathaus in Hoengen mit einem Getränke- und Würstchenstand auf. Der Erlös ist für einen guten Zweck bestimmt.

Jeder feierte auf seine Weise das kurze Gastspiel der Tour de France am Wegesrand. Steht der nächste Toursieger ganz in Gelb schon fest? Foto: Meyer-Roeger, Stenzel-Zenner, Steindl

Irmgard Dautzenberg nutzte das Umfeld, um ihren Geburtstag zu feiern, und andere, um auf Europa aufmerksam zu machen. „Wir gehen auf die Straße und fordern von Politiker Antworten“, sagte Hennig Schwab von Puls of Europe, der mit anderen Mitglieder am Kreisverkehr zum Gewerbegebiet in Würselen stand. Er freute sich über Gespräche, die am Rande der Tour de France geführt wurden, denn bis das Feld Uhr kam, war Zeit genug. Warum ist denn Europa wichtig?

Jeder feierte auf seine Weise das kurze Gastspiel der Tour de France am Wegesrand. Steht der nächste Toursieger ganz in Gelb schon fest? Foto: Meyer-Roeger, Stenzel-Zenner, Steindl

„Hätten wir nicht Europa, wären die Grenzen nicht offen, könnte die Tour de France gar nicht in Deutschland beginnen, um durch Belgien bis nach Frankreich zu verlaufen. Die Fahrer müssten an den Grenzen ihre Ausweise zeigen“, sagte Iris Hilker von Puls of Europe.

Auch im Bereich der Jülicher und Aachener Straße in Alsdorf wurde kräftig Stimmung gemacht, als die Radprofis endlich heranrollten. Foto: Meyer-Roeger, Stenzel-Zenner, Steindl

Um Politik ging es für viele andere an der Strecke nicht. Stunden, bevor die Helden auf zwei Rädern im Eiltempo vorüberrasten, rollte die Werbekarawane heran.

Auch im Bereich der Jülicher und Aachener Straße in Alsdorf wurde kräftig Stimmung gemacht, als die Radprofis endlich heranrollten. Foto: Meyer-Roeger, Stenzel-Zenner, Steindl

„Es ist fast besser als im Karneval“, war zu vernehmen. Kopfbedeckungen, T-Shirts und vieles mehr wurden unter die Zaungäste am Straßenrand gebracht. Aber auch Süßigkeiten und sonstige Probierpackungen. Endlich hatte das Warten ein Ende: das Peleton, das Radrennfeld nahte. Das Zischen und Summen von Rennrädern, die heranschossen, war zu hören.

Kinder wurden auf die Schultern genommen. Alle hatten sich auf die Tour de France und den wirklich kurzen Moment, in dem das Feld mit hoher Geschwindigkeit kommt, gefreut. Bei rund 42 Stundenkilometer war dann alles im wahrsten Sinne des Wortes schnell vorbei.

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