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Alsdorf: Titanic Bowling taucht bald auf

Alsdorf : Titanic Bowling taucht bald auf

Das Freizeitangebot in der Innenstadt wird kräftig ausgeweitet: Optimal platziert an der Flaniermeile zwischen den Besuchermagneten Stadthalle und Cinetower-Kinopark entsteht ein Bowling-Center, das in der Region seinesgleichen suchen wird.

Denn die Anlage auf der ersten Etage des früheren Globus-Supermarkts verfügt über insgesamt 20 Bahnen.

Investor ist Gerhard Müllen aus Baesweiler, dessen Partnerin Birgit Kiauka die Geschäftsführung übernimmt.

Müllen ist in der Branche eine bekannte Größe. Immerhin wird Alsdorf, wo er 600.000 Euro reinsteckt, nach Siegen, Mönchengladbach-Rheydt und Braunschweig sein viertes Engagement.

Und alle firmieren als „Titanic Bowling”. Doch dabei ist keinesfalls Untergangsstimmung angesagt, wie der Name nahe legt, sondern hier taucht pures Vergnügen auf.

Dazu soll in dem Gebäudekomplex zwischen Rathaus- und Otto-Wels-Straße nicht allein der flotte Wurf mit dem Bowlingball auf die zehn Pins beitragen.

Billardtische, Unterhaltungsautomaten, Erlebnis-Gastronomie und Gesellschaftsräume runden die Palette auf der großzügig bemessenen Fläche von 3000 Quadratmetern ab.

Zudem ist ein Sportshop vorgesehen. Das Spiel mit der bis zu 7,2 Kilogramm schweren Kunststoffkugel mit den charakteristischen drei Grifflöchern soll am 1. Februar 2005 freigegeben werden.

Bis dahin haben die Handwerker alle Hände voll zu tun. Bereits nächste Woche beginnt der Einbau der Bahnen. Installiert werden so genannte AMF-Maschinen nach amerikanischem Muster.

Europameisterschaft

Bis 3 Uhr in der Nacht am Wochenende soll künftig in den Räumen das sportliche Leben pulsieren.

Birgit Kiauka hat sich auch schon viele Gedanken gemacht, welche reizvollen Angebote sie den Gästen von vier bis 70 Jahren unterbreiten will. Dazu sollen etwa „Moonlight-Bowling” - Werfen bei blauem UV-Licht -, Discomusik und vielfältige kulinarische Leckerbissen beitragen.

Auch eine sportlich engagierte Szene soll sich im Titanic Bowling etablieren. Gerhard Müllen hat dafür die entscheidenden Weichen gestellt. So wolle der Verein Blau-Weiß Aachen künftig in Alsdorf an den Start gehen, kündigt er an.

Zudem sei bereits ein „eigener” Club gegründet worden - „Titanic Alsdorf e.V.”. Auch erste große Events seien längst unter Dach und Fach. Schon im nächsten Februar ist die Ausrichtung der Westdeutschen Jugendmeisterschaft geplant.

Und 2006 soll sogar eine Europameisterschaft mit bis zu 600 Teilnehmern eine Woche lang in der Anlage stattfinden. Angesichts solcher Highlights wäre ein Hotel in der Nähe ganz nützlich...

Daneben sollen normale Liga-Spieltage treten. Und da ist auch schon der erste Titel im Visier. Denn, so Müllen, einige der besten Spieler Nordrhein-Westfalens wollen künftig für Alsdorf antreten: Tobias Kosmalla, Ingo Pütz und sein Sohn Lars Müllen.

Sogar der deutsche Bowling-Bundestrainer Michael Wouters schlägt seine Zelte in der Stadt auf.

Daneben wird Alsdorf auch zur Schaltstelle der Deutschen Bowling-Union (DBU): Für deren ehrenamtlichen Präsidenten Leo Plum aus Heinsberg, einen Mitarbeiter Müllens, werden Büros eingerichtet.

Eigentümer des Globus-Komplexes ist Leo Stürtz vom Cinetower. Er hat damit weitere Pläne. So will er nach der Anlaufphase auch das Foyer im Erdgeschoss, wo sich einst kleine Läden befanden, attraktiv herrichten. Die genauen Pläne lässt er noch offen.

Shops, Eisdiele und Pizzeria sind dabei Optionen. Zudem soll die Außenhaut des Gebäudes kräftig aufpoliert werden, kündigt er eine umfassende Modernisierung an.