Würselen: Teutonia Weiden holt den Würselener Stadtpokal

Würselen : Teutonia Weiden holt den Würselener Stadtpokal

Drei Teilnehmer aus der Kreisliga A, ein neues Gesicht und ein Endspiel auf des Messers Schneide — der Würselener Fußball hat sich bei der Stadtmeisterschaft 2018 wieder von seiner besten Seite präsentiert. A-Ligist Teutonia Weiden hatte am Ende das nötige Glück und bezwang den gastgebenden VfR Würselen mit 5:3 (1:1) nach Elfmeterschießen.

Der VfR durfte auf der heimischen Anlage „Am Drischfeld“ zum letzten mal die Feldmeisterschaft auf Naturrasen ausrichten, bevor im September die Bagger anrollen. Als erstes Team in Würselen erhält der VfR eine Kunstrasenanlage.

Bereits die Vorrunde wartete mit intensiven und torreichen Partien auf. Während sich in der Gruppe A das neu formierte Team der SV Rhenania Würselen/Euchen (Kreisliga A) im Eröffnungsspiel standesgemäß mit 5:0 gegen den C-Ligisten SG Pley durchsetzte, konnte der VfR Würselen (Kreisliga A) im zweiten Gruppenspiel die Rhenania letztendlich mit 2:0 niederringen.

Die Messe war somit gelesen, lediglich ein Punkt fehlte dem VfR am letzten Spieltag gegen die SG Pley für den Gruppensieg. Am Ende stand es nach einer munteren Partie 2:0 für die Gastgeber.

Auch in der parallelen Gruppe B setzte sich der Favorit aus der Kreisliga A ohne Probleme durch. Nachdem sowohl die Weidener Teutonia als auch der VfR Linden-Neusen (Kreisliga B) jeweils 3:0 gegen den SC Sparta Bardenberg (Kreisliga C) gewonnen hatten, entschied das letzte Match über Platz eins. Die von Jürgen Wezel trainierten Teutonen besiegte den Lokalrivalen aus Linden-Neusen souverän mit 2:0. Beide Halbfinals kamen ohne die Lotterie des Elfmeterschießens aus.

Die Gastgeber des VfR bezwangen ihre Namensvetter aus Linden-Neusen überraschend eindeutig mit 5:0. Auch die Teutonia zeigte sich abermals in guter Verfassung und zog nach einem überzeugenden 2:0 gegen die Rhenania als zweiter Finalist ins Endspiel ein.

Der „Tag der Entscheidungen“ am Sonntag startete mit dem Endspiel um die Stadtmeisterschaft der Reservemannschaften. Die Zweite Mannschaft der Rhenania Würselen/Euchen hatte sich in der Gruppe A mit vier Punkten knapp gegen die Zweitvertretungen des VfR und der Teutonia durchgesetzt. In der Gruppe B qualifizierte sich der VfR Linden-Neusen II mit zwei Siegen gegen Bardenberg II und die „Dritte“ der Rhenania souverän für das Endspiel. Am Ende jubelten die Spieler aus Linden-Neusen nach einem knappen 2:1 Sieg.

Im „Spiel um Platz drei“ behielt die Rhenania mit 4:1 klar die Oberhand gegen Linden-Neusen. Unmittelbar nach dem Abpfiff durch Schiedsrichter Michael Herpers (VfJ Laurensberg) bat Finalschiedsrichter Maurice Groth (Sportfreunde Hörn) die beiden Kontrahenten zum „heißen Tanz“ um den Stadtpokal. Fünfmal musste der Spielleiter die gelbe Karte zeigen, beide Teams schenkten sich nichts.

Tugay Temel (18. Minute) brachte den VfR in Front, Johannes Radermacher glich elf Minuten später für Weiden aus. Nachdem der VfR zwei Strafstöße im Entscheidungsschießen bereits vergeben hatte, sorgte Omar Salama für den Weidener Sieg.

Bürgermeister Arno Nelles und VfR-Vorsitzender Markus Carduck nahmen zusammen mit Jochen Hildebrandt (Geschäftsstellenleiter der Sparkasse am Morlaixplatz), Günter Kuckelkorn (Stadtsportverband) sowie Peter Mommertz (Ehrenvorsitzender des Stadtsportverbands) die Siegerehrung vor.

„Kurz vor dem Saisonstart hätten sich die Mannschaften in einer guten und vielversprechenden Verfassung gezeigt“, so die städtischen Vertreter. Kurios liest sich die Tatsache, dass Weiden und der VfR bereits am kommenden Sonntag an gleicher Stelle abermals aufeinander treffen. Die Gastgeber sinnen dann in der ersten Runde des Kreispokals auf Revanche für das zurückliegende Endspiel.

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