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Siersdorf/Baesweiler: Testzentrum lässt viele Fragen offen

Siersdorf/Baesweiler : Testzentrum lässt viele Fragen offen

Keine Nachteile für die Gemeinde Aldenhoven sieht Beigeordneter Ulrich Hüttenhain in der Verwirklichung eines Automobil-Testzentrums (ATZ) auf dem ehemaligen Zechengelände „Emil Mayrisch” in Siersdorf.

Über die seit längerem laufenden Vorplanungen ist die Gemeinde nach Worten des Beigeordneten schon vor eineinhalb Jahren von Landrat Wolfgang Spelthahn (Düren) „pauschal informiert” worden. Allerdings sei man von der jüngsten Bekanntgabe und Konkretisierung für das Projekt doch überrascht.

Ulrich Hüttenhain räumte ein, dass die „Gemeinde Aldenhoven über keinerlei Detailkenntnisse verfüge” und über die jüngste Entwicklung der Vorplanung nicht informiert wurde. Mit dem Hinweis auf planerische Voraussetzungen muss aber nach seiner Auffassung auch der Gemeinderat, der die Planungshoheit hat, eingeschaltet werden.

Planungsrechtlich „noch deutliche Fragen”

Bedenken äußert der Beigeordnete mit Blick auf das vorgesehene Autobahnstück der Hürther Filmfirma Action-Concept. Hier gelte es zunächst, den bestehenden Sonderstatus für das Gelände des früheren Kraftwerkes aufzulösen. Wie es heißt, gebe es auch mit der Stadt Hürth, am Sitz der Firma, Verhandlungen über einen Standort für ein privates Stück Autobahn.

Baesweilers Bürgermeister Dr. Willi Linkens sieht in dem Projekt „eine positive Entwicklung für die Industriebrache”. Planungsrechtlich gebe es allerdings im Sinn der Stadt Baesweiler „noch deutliche Fragen”. Der Bürgermeister vertrat die Ansicht, dass unbedingt die „Interessen der Stadt berücksichtigt werden” müssten. Kernfrage sei für ihn „der Schutz der Bevölkerung” vor möglicher Lärmbelästigung. Eine ausreichende Entfernung zu den Wohngebieten im Stadtteil Setterich sei unbedingt erforderlich.

Mitspracherecht für Kommunen

Auch die Stadt Baesweiler sei bei der Erstplanung vor rund einem Jahr über das Vorhaben informiert worden. Wenn jetzt konkrete Planungen zur Verwirklichung des AT-Zentrums eingeleitet werden, fordert Dr. Willi Linkens, sollte den zuständigen Kommunen auch ein Mitspracherecht eingeräumt werden.