Würselen: Teilnehmer von nah und fern loben Reitturnier in Pley

Würselen: Teilnehmer von nah und fern loben Reitturnier in Pley

Konzentriert steht sie am Zaun. Ruth Krümmel (70) ist nicht nur stolze Pferdebesitzerin, sondern vor allem stolze Oma. Die Ratingerin schaut ihrer Enkelin Marietta (13) zu, die mit dem 17-jährigen Milky Way beim Raiffeisen-Markt-Cup auf Gut Kullen gerade das Springen absolviert.

Vielseitigkeit steht auf dem Programm, weshalb neben dem Springen auch die Dressur und ein Geländeritt absolviert werden. Da werden viele freiwillige Helfer gesucht, „denn so ein Reitturnier ist wirklich in der Vorbereitung und Durchführung zeitaufwendig”, urteilt Elisabeth Simon, Pressewartin des RV Gut Kullen.

Nach mehrjähriger Pause hatte der Reitverein wieder ein Vielseitigkeitsturnier veranstaltet, bei dem Reiter und Pferd nicht nur Mut und Geschick, sondern auch ihr Können in allen drei Teilsparten der Reiterei beweisen mussten. „Ich war schon vor 25 Jahren das erste Mal auf Pley. Da bin ich noch selbst geritten”, erinnert sich Ruth Krümmel, die von vielen Zuschauern nett begrüßt wird.

Die Helfer vom Deutschen Roten Kreuz haben glücklicherweise nichts zu tun während der gut organisierten Veranstaltung am Wurmtal. „Wir mussten nur ein Pflaster auf eine kleine Wunde kleben”, sagt Manfred Engels vom DRK-Ortsverein Würselen.

Milky Way geht es auch gut. Während ihn seine Reiterin Marietta am Zügel hält, sind Oma und Vater Krümmel beschäftigt. „Wir sind die sogenannten TT, die Turnier-Trottel”, urteilt Ruth Krümmel mit einem Lächeln. Stollen eindrehen, Gamaschen befestigen, das Pferd führen: Das sind die Aufgaben, die ein TT zu erfüllen hat. „Das machen wir gerne”, sagt Manfred Krümmel, der Trainer seiner Tochter ist.

Trainerin ist auch Susanne Stockhausen. Sie kommt mit ihrer Tochter Caroline (14) aus Kleve, hatte mit dem erst 6-jährigen Westfalen Lasse eine lange Anreise. „Wir fahren alle zwei Wochenenden zu Turnieren, um Routine zu bekommen und möglichst gute Platzierungen mitzunehmen”, erzählt Susanne Stockhausen, die ihre Tochter beim Einreiten immer wieder liebevoll korrigiert. „Zieh nicht zu sehr am Zügel”, sagt die Trainerin leise.

Oma Krümmel sagt nichts. „Ich schaue meiner Enkelin nur zu. Mein Sohn regelt alles als Trainer, da würde es Marietta nur verwirren, wenn ich was sage.”

Alle Reiter hatten am Wochenende ein dichtgedrängtes Programm. Besonderheiten waren vor allem im Gelände zu finden, wo die Sprünge als Herausforderungen warteten. Mühlen-Cup, CDV-Cup, Geländeprüfungen mit Qualifikationen zum Bundeschampionat, der Jugendcup Vielseitigkeit zum Raiffeisen-Markt-Cup und der Schneppenheimer Förder-Cup wurden ausgetragen.

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