1. Lokales
  2. Nordkreis

Alsdorf: Technische Ausbildung steht im Mittelpunkt

Alsdorf : Technische Ausbildung steht im Mittelpunkt

Ein Großteil der Bevölkerung wird dort ausgebildet, doch neben den bekannten Schulformen der Sekundarstufe I und II, nimmt das Berufskolleg eine Sonderstellung ein.

Berufsausbildung oder rein schulische Ausbildung? Was tun nach Klasse 10? Welche Schulform ist die richtige?

Über Möglichkeiten und Zielsetzungen des Berufskollegs, herrscht allgemeine Unwissenheit. Um dieser vorzubeugen, lag es dem neuen Schuldirektor Gerd Brehm am Herzen, einen „Tag zur Information und Unterhaltung” am neu gestalteten Berufskolleg Alsdorf, anzubieten.

Viele Schüler und Eltern nutzten diese Gelegenheit zur Berufsorientierung und Wahl der weiterführenden Schulform. „Im Mittelpunkt des Berufskollegs steht die Ausbildung der technischen Berufe. An dieser Schule können alle möglichen Schulabschlüsse erlangt werden, worauf wir natürlich besonders stolz sind”, verkündete Brehm.

So wird etwa die vollzeitliche Ausbildung zum informationstechnischen Assistenten angeboten. Nach drei Jahren Schulbesuch inklusive Betriebspraktika schließt die Ausbildung mit der Fachoberschulreife ab. Seit neuestem können Schüler zusätzlich die allgemeine Hochschulreife erwerben.

Die zweijährige höhere Berufsfachschule für Technik mit dem Schwerpunkt Automatisierungstechnik ermöglicht es, neben der Fachhochschulreife auch erweiterte berufliche Kenntnisse in einem zukunftsträchtigen Berufszweig zu erlangen.

Bernhard Schlösser, Lehrer für Automatisierungstechnik, veranschaulichte den Besuchern anhand eines von den Schülern programmierten Roboters praxisnahe Arbeitsprozesse.

Schüler Matthias Neuheuser ist im ersten Ausbildungsjahr und glaubt, seine berufliche Richtung gefunden zu haben. „Jetzt weiß ich genau, dass ich Industriemechaniker werden will. Die Ausbildung hier ist sehr interessant, auch wenn die Mathematik schwierig ist”, ist ihm klar, dass er neben Fähigkeiten am Computer auch ausreichende Kenntnisse in Grundlagenfächern benötigt.

Wer am Alsdorfer Berufskolleg einen sozialpflegerischen Beruf anstrebt, hat gute Chancen nach dem Besuch der ein- oder zweijährigen Berufsfachschule für Sozial- und Gesundheitswesen sowie für Ernährung und Hauswirtschaft.

Aber auch Jugendliche mit abgebrochener Schullaufbahn werden aufgenommen und ausbildungstauglich gemacht. „70 Prozent der Schüler erhalten nach ihren Betriebspraktika auch einen Ausbildungsplatz”, verdeutlicht Hans-Leo Bücken, dass die pädagogische Arbeit hohen Stellenwert einnimmt.

Auch über berufliche Weiterbildung wurde informiert. In Abendschulform können die Fachschule für Maschinentechnik mit Schwerpunkt Betriebstechnik und die Fachschule für Informatik besucht werden.

Der Textilbereich hatte sich Tür etwas Besonderes einfallen lassen. Mit historischen Kleidern aus verschiedenen Stilepochen, wurde der Besucher in vergangen Zeit zurück versetzt.