Herzogenrath: Tausende Gäste beim Burgfest in Herzogenrath

Herzogenrath : Tausende Gäste beim Burgfest in Herzogenrath

Burgfest: In diesem Namen steckt Magie, nicht nur, aber ganz besonders für die Menschen im Norden der Städteregion Aachen. Tausende von ihnen drängten sich am Sonntag in den eigens für sie gesperrten Straßen des Herzogenrather Zentrums und machten dabei nicht nur von den ab Mittag bis in den frühen Abend geöffneten Geschäften, sondern auch von einem umfangreichen Kulturangebot Gebrauch.

Das eröffneten die Aktiven des Trägervereins von Burg Rode, die schon ab dem Morgen Führungen durch das historische Gemäuer hoch über der Rode-Stadt anboten — und die Schüler des Städtischen Gymnasiums, die unter der Leitung ihrer Lehrer Carolin Fiseni und Martin Albach auf der Freilichtbühne im Burghof aufspielten. Dabei ließ einer ganz besonders sein Herz sprechen: Mohammad, der 2013 als Flüchtling aus Syrien gekommen war, sang ein selbst komponiertes Lied. Den Text hatte Mohammads Mitschüler Gino getextet.

Foto: Wolfgang Sevenich. Foto: Wolfgang Sevenich

Ein weiterer Höhepunkt im Repertoire der Gymnasiasten: eine Instrumentalversion von „Jump“, einem Hit der US-amerikanischen Hardrock-Band Van Halen. Ebenfalls im Burghof aktiv: die Lokalmatadore von der „Harmonie Cäcilia“ und ihre Kollegen der „Fanfare St. Gregorius“ aus dem grenznahen niederländischen Ort Haanrade.

Foto: Wolfgang Sevenich.

Künstler und Handwerker

Foto: Wolfgang Sevenich.

Zwischen den Darbietungen ein Anziehungspunkt: die Stände der Künstler und Handwerker, die im idyllischen Ambiente des Burggartens ihr Können vorführten. Gezeigt wurde eine kreative Vielfalt von Schmiedearbeiten, Malerei, Holz- und Glasskulpturen gab es ebenso zu bewundern wie Objekte aus Ton. Auch Naturprodukte, Stoffe und Schmuck waren im Angebot.

Bunt war‘s und auch ein wenig eng: Das Wetter machte sichtbar vielen Menschen Laune.

Kleine Unterhaltungsangebote wie zum Beispiel Schminkaktionen, wie viele andere Attraktionen organisiert von den Mitgliedern des Gewerbevereins, fanden ebenso Anklang wie der Auftritt einer richtigen Majestät an der Seite von Bürgermeister Christoph von den Driesch: Nadine Münch, Weinkönigin der Ahr-Gemeinde Mayschoß, war aus ihrer Heimat angereist, war aus ihrer Heimat angereist, um dem Fest ein Glanzlicht aufzusetzen.

Der freute sich über die charmante Visite, zu der sich die charmante Botschafterin von Riesling- und Burgunderweinen auch „ihren“ Ortsbürgermeister Hubertus Kunz mitgebracht hatte, denn: „Mit Mayschoß verbindet uns hier eine mehr als 40-jährige Beziehung.“

Auch Wolfgang Schmitz vom Burgverein freute sich über den Besuch der bürgerlichen Majestät und überreichte ihr einen Sonnenschirm als Geschenk. Auf dem über Stunden rappelvollen Ferdinand-Schmetz-Platz, mitten im Herzen von Rode, stand die zweite Bühne des 36. Burgfestes, auf der sich mit den Musikern des Lagerfeuer-Trios regionale Größen eingefunden hatten.

Besonders froh über ihren Auftritt war Peter Servas, seines Zeichens Vorstandsmitglied des Gewerbevereins und somit Co-Veranstalter: „Mit diesem Auftritt ist uns der große Wurf gelungen.“ Ebenfalls dort, inmitten der fröhlichen Menge, aktiv: die Mitglieder der Live-Band „Don‘t Stop“ und Clown „Desalles“, der mit seinen Späßen die Zuschauer und -hörer bestens bei Laune hielt. Das Programm im Burghof komplettierten die Kinder aus der Ballettschule Bettina Lauber und Sänger Mario Taghadossi.