Alsdorf: Tanzen ist ganz einfach: „Kistenzauber“ punktet beim jungen Publikum

Alsdorf: Tanzen ist ganz einfach: „Kistenzauber“ punktet beim jungen Publikum

Es bedurfte keiner Hightech-Animationen, um die Fantasie der Kinder aus der Grundschule am Annapark anzuregen: Pappkartons, zwei aufgeweckte Protagonisten und eine ausgefeilte Choreografie waren die Zutaten, mit denen das Tanztheater-Mobil des „Cultur Bazars“ seinen Besuchern in der Jugendkunstschule „Aber Hallo“ einen ausgelassenen Vormittag bescherte.

Die beiden Tänzer Photini Meletiadis und Damian Kruczek griffen auf der Bühne verspielte Momente aus dem Alltag der jungen Zuschauer auf, die sich ebenso schnell veränderten wie das kindliche Gemüt selbst.

Freude, Anspannung, Erschrecken und Lachen wechselten sich ab. „Wir möchten den Kindern einen ganz speziellen Kontakt zum Tanz und zur Bewegung ermöglichen, weg vom Mainstream“, erklärte Choreograph Yorgos Theodoridis. Das eher abstrakte Bühnenbild würde zugleich den Raum als mathematische Größe spielerisch wahrnehmbar machen.

Referentin Ulrike Hundhausen erläuterte weiter: „Wir möchten unser Publikum, ob jung oder alt, dazu bringen, selber in Bewegung zu sein. „Ich kann nicht tanzen. Dieser Satz ist für mich Unsinn, jeder kann tanzen.“ Die Kinder folgten dieser These bravourös, unmittelbar nach der Vorstellung wurde die Bühne zum „zweiten Akt“ gestürmt. Die Reflexion und Verarbeitung des Gesehenen ist der zentrale Bestandteil des pädagogischen Konzepts.

Seit drei Jahren tourt das Tanz-Theater-Mobil durch die Städteregion mit dem Ziel, den spielerischen Tanz ständig neu erfinden und seinem Publikum hierdurch neue Kommunikationsformen aufzuzeigen. „Es sah doch aus, als ob das alles ganz einfach geht, oder?“, fragte Hundhausen die Kinder nach der Vorstellung. Nach dem gemeinsamen Workshop war allen klar: Ja, tanzen ist ganz einfach!

(yl)