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Aachen: Talentspäher in Lauerposition

Aachen : Talentspäher in Lauerposition

Keine Niederlage kann ihnen den Platz in den Herzen der Kinder nehmen.

Als kurz vor 16 Uhr Erik Meijer, Alex Klitzpera, Willi Landgraf und alle anderen Profikicker der Alemannia durch den Schneematsch zum Kunstrasen-Platz der Schwarz-Gelben stapfen, rennt erst einer - und dann rennen sehr viele, um sich ihr Autogramm zu sichern.

Zum Glück rennen nicht alle los, denn sonst hätte Achim Rodtheut, Moderator des 3. Aachener Schulturniers, veranstaltet von Alemannia in Zusammenarbeit mit dem Media-Markt, und zusammen mit Jugend-Geschäftsführer Wolfgang Gerwig so etwas wie der Chef auf dem Platz, den Spielbetrieb abblasen müssen. Musste er aber nicht.

Statt dessen startete am Montag das Schulturnier mit dem offiziellen Anpfiff durch Trainer Dieter Hecking in den ersten von drei Vorrunden-Tagen. Die Vorrunde - bei der auf fünf Feldern gleichzeitig gespielt wird - läuft über drei Spieltage, an jedem nehmen bis zu 30 Mannschaften mit je vier Spielern teil. Ein Spiel ist zu Ende, wenn drei Minuten vorbei sind oder ein Team drei Tore erzielt hat.

Weitere Vorrunden-Tage sind der 14. und der 17. März. Dann werden sich 18 Mannschaften für die Zwischenrunde am 18. April qualifiziert haben. Aus dieser gehen acht Finalteilnehmer hervor, die vor dem Heimspiel gegen Fürth am 22. Mai den Sieger des Turniers, der 500 Euro für die Schulkasse erhält, ermitteln sollen.

Doch das ist nur eine Facette des Wettbewerbs. Die andere hat mit Menschen zu tun, mit Mädchen und Jungen aus der 3. und 4. Klasse, die rennen und dem Ball hinterher jagen, als ginge es um alles. Das lässt auch Alemannia-Chef Horst Heinrichs nicht kalt. Und so jubelt der Präsident: „Die laufen, kämpfen, freuen sich - da ist alles dran.”

Mut zu sportlichen Taten machen indes nicht nur Erwachsene - zahlreiche Lehrer, Mütter und Väter sowie Rettungssanitäter sorgen für das Wohl der Stars von Morgen und Übermorgen. Besonders nachhaltige Unterstützung bekommen die Kicker von der Aachener Grundschule Höfchensweg: Ein Mädchen mit wärmender Mütze ist auch vom grimmigen Himmel nicht zu beirren und hält wacker ihr papierenes Transparent mit der Aufschrift „Klasse 4b ist spitze” hoch.

Die Aachener haben das Stadion keineswegs für sich. Kleine Leute mit flinken Beinen haben sich unter anderem auch aus Würselen, Stolberg, Eschweiler, Herzogenrath und Alsdorf angemeldet. Mittendrin die Talentspäher von der Alemannia...

Folgende sieben Teams sind nach dem ersten Vorrunden-Spieltag schon für die Zwischenrunde qualifiziert: 1. Platz: Gut Kullen Kicker (27 Punkte), 2. Reumont Bad Boys (25), 3. Oidtweiler Knipser (23), 4. Dietrich Bonhoeffer Devils Merkstein (21), 5. Kelten Kickers Vaalserquartier (20), 6. Lucky Boys Baesweiler (19), 7. Kings of Soccer Aachen.