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Herzogenrath: SVS und Emir sollen sich arrangieren

Herzogenrath : SVS und Emir sollen sich arrangieren

Sie sind nicht gut aufeinander zu sprechen und sollen nun per Politikervotum dennoch miteinander auskommen.

Die Rede ist vom SVS Merkstein und dem FC Emir Sultan Spor. Einstimmig wollte der Ausschuss für Bildung, Sport und Kultur einen lange schwelenden Streit beenden - mit dem Beschluss, die Spiele der Emir-Sultan-Seniorenkicker in 14-tägigem Wechsel mit dem angestammten Verein auf dem SVS-Sportplatz austragen zu lassen.

Großen Unmut haben sich die Politiker nun seitens des SVS zugezogen, der bei der Jahreshauptversammlung unmittelbar nach der betreffenden Ausschusssitzung bereits „harte” Gegenwehr ankündigte.

Im Kiosk am Merksteiner Stadion, das gerade mit viel Eigenleistung aufpoliert wird, legten die Vereinsverantwortlichen im AZ-Gespräch dar, warum sie so verbittert über Rodas Politiker samt Stadtverwaltung sind.

Kronzeugen waren die Vorsitzenden der Nachbarvereine, Union Ritzerfeld und Concordia Merkstein, Wolfgang Hammes und Heinz Schreiber. Mit SVS-Vorsitzendem Günther Ortwig sowie den Vorstandsmitgliedern Stephanie Ortwig, Lothar und Bernd Vierbuchen und Dietmar Loeder blicken sie pessimistisch in die Fußball-Zukunft.

Politik und Verwaltung hätten sich gegenseitig den Schwarzen Peter zuschieben wollen in der Entscheidung um die Nutzungsrechte des Emir Sultan Spor. Über eine schriftliche Vereinbarung sei die Stadt einfach hinweggegangen, denn seit 2003 verfüge der SVS über eine A- und eine B-Jugend, erfülle demnach die Voraussetzungen, um die Platzanlage alleine nutzen zu können.

„Bei uns trainieren fast 200 Jugendliche”, führt Günther Ortwig ins Feld. „Aber der Naturrasen ist nicht unendlich bespielbar.

„Emotionslos” betrachtet der Vorsitzende des Fußballkreises Aachen die Angelegenheit. Horst Scharra stellt fest, dass die Anlage in Merkstein nicht die einzige ist, die doppelt genutzt wird und nennt die Aachener Beispiele Schwarz-Rot und Yurdumspor an der Breslauer Straße sowie Aachener SG und Munzurspor an der Feldstraße.

Scharra meint aber auch, Emir könnte mehr Eigeninitiative zeigen: „Wie Fatih Spor in Würselen”, das aus dem Platz an Tellebenden „ein richtiges Schmuckstück” gemacht habe.