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Herzogenrath: Strategien gegen die drohende Insolvenz

Herzogenrath : Strategien gegen die drohende Insolvenz

Der eigenen Philosophie treu bleiben und Erträge steigern, statt sie zu kürzen, und dabei die eigene Zukunftsfähigkeit zu verlieren - so versucht die Recyclingbörse Herzogenrath derzeit aus der Krise herauszukommen.

In die war die Initiative hineingerutscht durch ein unerfreuliches „Weihnachtsgeschenk” des Finanzamtes: Das Sammeln von Kleidern und Schuhen im Stadtgebiet war bei einer Betriebsprüfung rückwirkend bis zum Jahre 1998 nicht als gemeinnützig eingestuft worden. Dadurch wurden ein höherer Umsatzsteuersatz sowie Körperschafts- und Gewerbesteuer fällig. Zusammen mit den aktuellen Steuern eine Summe von rund 30.000 Euro, die die Börse an den Rand der Insolvenz brachte.

Doch der Vorstand des Vereins Arbeit und Umwelt, der die Recyclingbörse betreibt, war nicht bereit, aufzugeben und entwickelte in den vergangenen Wochen Strategien, das Angebot bekannter zu machen und so auch die Einkünfte zu steigern. „Das scheint zu gelingen”, äußert sich Vorsitzender Wilfried Hammers verhalten optimistisch. Nicht nur das Team der Recyclingbörse habe an einem Strang gezogen, sie hätten auch eine große ideelle und finanzielle Unterstützung von vielen Seiten erfahren.