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Herzogenrath: Straßenreinigung sorgt für Turbulenzen

Herzogenrath : Straßenreinigung sorgt für Turbulenzen

Da hielt es Rüdiger Staron kaum noch auf seinem Sitzplatz: Der Fachbereichsleiter Bau und Betrieb ärgerte sich gehörig über den - aus seiner Sicht - Unverstand der Stadtverordneten, dass er eifrig gegen die Argumentation von Gerhard Neitzke (SPD), Folker Moschel (Grüne) und Reimund Billmann (CDU) hielt.

Auslöser war das Thema „Straßenreinigung”, das in der Sitzung des Herzogenrather Haupt- und Finanzausschusses am Donnerstagabend auf der Tagesordnung stand. Gerhard Neitzke, Fraktionschef der Sozialdemokraten, hatte in Frage gestellt, ob es überhaupt noch Sinn mache, die Straßen per Maschine säubern zu lassen. Wegen der oftmals zugeparkten Straßen könne die Kehrmaschine ohnehin kaum den verschmutzten Straßenrand reinigen. Die Bürger müssten dann doch selbst fegen und obendrein noch für die Kosten der Kehrmaschine aufkommen. Man solle nur noch die zentralen Bereiche der drei Stadtteile städtischerseits sauber halten, forderte Neitzke: „Alles andere soll in die Bürgerschaft zurück gegeben werden.”

CDU-Fraktionsvorsitzender Reimund Billmann ließ sich von dem Vorschlag des politischen Gegners und persönlichen Duz-Freundes einnehmen: „Dieser Vorschlag hat natürlich etwas für sich.” Freilich müsse man die Folgen für den Winterdienst prüfen lassen.

„Ding der Unmöglichkeit”

„Das ist ein Ding der Unmöglichkeit”, wetterte Rüdiger Staron. Er sah die Gefahren, die vor allem für ältere Menschen angesichts des starken Verkehrs an den Hauptstraßen entstehen würden, wenn diese selbst fegen müssten. Staron: „Da ist einer schon tot, ehe er überhaupt anfängt.”

Angesichts der verschlechterten Haushaltslage debattierte der Ausschuss auch über eine Anhebung der Realsteuerhebesätze.