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Alsdorf: Standkosten erhöht: Marktbeschicker zahlen ab Januar mehr

Alsdorf : Standkosten erhöht: Marktbeschicker zahlen ab Januar mehr

Für größeren Diskussionsbedarf hatte in der jüngsten Ratssitzung in Alsdorf die von der Verwaltung geplante Erhöhung der Marktstandgebühren geführt. Bislang kostet der Meter Stellfläche 2,40 Euro, ab Januar fallen 3,80 Euro an.

Die Mindestgebühr je Markttag wird außerdem von zwölf auf 19 Euro erhöht — denn trotz unterschiedlicher Einwände verschiedener Fraktionen stimmte die Politik am Ende mehrheitlich dem Vorschlag der Verwaltung zu.

Der Erste Beigeordnete Ralf Kahlen hatte dargelegt, dass die Kosten bei weitem nicht durch die Gebühren gedeckt werden können. Die Verluste variierten von 2009 bis 2016 zwischen rund 1000 Euro und 17.000 Euro — im Mittel lag das Minus bei rund 9400 Euro.

Man habe bereits mit den Marktbeschickern gesprochen, so Kahlen, die hätten die Erhöhung „zähneknirschend hingenommen“. Horst-Dieter Heidenreich (Grüne) monierte, der Standort am Kaufland sei ungünstig.

Wer seinen kompletten Einkauf im Supermarkt erledigt habe, kaufe nicht mehr auf dem Wochenmarkt ein. „Bald ist der Markt Geschichte“, so Heidenreich. Er schlug als Alternative den Denkmalplatz vor. Bürgermeister Alfred Sonders (SPD) dazu: „Das wollen die Marktleute nicht. Die lehnen das strikt ab.“ Erst vor drei, vier Jahren habe er mit ihnen darüber diskutiert.

Heinrich Plum (SPD) sinnierte über das Schrumpfen des Marktes insgesamt und kam zu dem Entschluss, dass es viel weniger Landwirtschaft und somit weniger Landwirte gebe, die ihre Waren dort verkaufen könnten. Zitat: „In Hoengen gibt es keine einzige Kuh mehr.“

Franz Brandt (CDU) vermutete, dass der Alsdorfer Markt für die Beschicker nun viermal so teuer sei wie der Jülicher.

(vm)