Würselen: Stadtwald von Borkenkäfern befallen

Würselen : Stadtwald von Borkenkäfern befallen

Nach den großen Schäden, die die Januarstürme in weiten Teilen Deutschlands angerichtet haben, folgt nun die nächste Bedrohung für die heimischen Wälder: Bedingt durch die fehlenden Regenfälle der letzten Monate sind viele Bäume sehr geschwächt, was sich beispielsweise durch eine frühe, fast herbstlich anmutende Laubverfärbung und den vorzeitigen Abwurf der Blätter zeigt.

Doch auch den Nadelholzbaumarten und darunter insbesondere der Fichte, setzt die anhaltende Sommertrockenheit stark zu. „Besonders die massenhafte Vermehrung der Borkenkäfer stellt für die Forstwirtschaft ein wachsendes Problem dar“, resümiert Förster Marco Lacks. „Vornehmlich die auf Fichte spezialisierten Arten Buchdrucker und Kupferstecher haben aktuell eine besorgniserregend hohe Populationsdichte erreicht und befallen nun nicht nur die stärker geschwächten Bäume, sondern auch die noch verbliebenen, weitgehend gesunden Fichten“, führt der Experte weiter aus.

Das Schadbild lässt sich dabei anfangs nur schlecht, später dann jedoch immer deutlicher an den sich rötlich verfärbenden Baumkronen erkennen. Auch „rieseln“ die noch grünen Nadeln mit dem Wind aus den Baumkronen herab und es zeigt sich vielfach braunes Pulver, das sogenannte Bohrmehl, an den Stammfüßen der Bäume. Die Mitarbeiter aus dem Forst müssen die befallenen Bäume nun zur Vermeidung größerer Schäden fällen und aus den betroffenen Waldgebieten abtransportieren, damit es nicht zu einem flächigen Befall und dadurch dem Absterben ganzer Fichtenbestände kommt. Es kann daher in den kommenden Wochen für die Erholungssuchenden im Stadtwald und in den forstlichen Außenbezirken zu kurzzeitigen Wegesperrungen und Behinderungen kommen.

Es wird um Verständnis für die Sperrungen gebeten.