Herzogenrath: Stadtverwaltung nimmt zu Antrag der Fraktion Die Linke Stellung

Herzogenrath: Stadtverwaltung nimmt zu Antrag der Fraktion Die Linke Stellung

Zu einem Antrag der Fraktion Die Linke, in Herzogenrath eine Migrationsquote für den kommunalen öffentlichen Dienst einzuführen, hat die Verwaltung im Integrationsrat schriftlich Stellung genommen.

Darin heißt es, die Stadt lege schon immer großen Wert darauf, die Personen mit bester Qualifikation für die zu besetzende Stelle auszuwählen, unabhängig von den im allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz genannten Kriterien wie Rasse, Geschlecht, Herkunft Weltanschauung und anderen.

Aktuell arbeiten bei der Stadtverwaltung 16 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Migrationshintergrund, was einer Quote von 3,6 Prozent entspricht. Quoten von 1,0 Prozent und darunter bilden in anderen Kommunen keine Ausnahme, bemerkte hierzu Ahmed Brimil, beratendes Mitglied im Integrationsrat.

Um aber, abseits gesetzlicher Regelungen, die Selbstverpflichtung zur Einstellung von Menschen mit Migrationshintergrund zu erhöhen, habe die Stadt Herzogenrath eine Absichtserklärung zur Unterzeichnung der „Charta der Vielfalt” abgegeben. Dabei handelt es sich um ein grundlegendes Bekenntnis zur Fairness und Wertschätzung von allen Mitarbeitern im Unternehmen - unabhängig von deren Geschlecht, Rasse, Nationalität, ethnischer Herkunft, Alter, Behinderung, Religion, Weltanschauung und Identität.

Ein Beitritt soll noch dieses Jahr erfolgen. Aus diesen Gründen hält die Verwaltung es nicht für nötig, eine Migrationsquote einzuführen. Der Integrationsrat bat die Verwaltung, jährlich über den Sachstand und die Entwicklung zu berichten.