Alsdorf: Stadtverwaltung ist dem Bürger auch samstags zu Diensten

Alsdorf: Stadtverwaltung ist dem Bürger auch samstags zu Diensten

Gute Nachricht für berufstätige und alle anderen Alsdorfer, die an „normalen” Wochentagen nicht zu den üblichen Öffnungszeiten das Rathaus aufsuchen können, um Meldeangelegenheiten abzuwickeln: Am 14. Mai startet der entsprechende Bürgerservice an Samstagen, jeweils von 8 bis 10 Uhr.

Eine Reihe von Anliegen können dann abgewickelt werden. „Wir fangen mit diesem Bürgerdienst erstmal probeweise an und werden nach sechs Monaten sehen, wie das überhaupt angenommen wird”, sagte Erster Beigeordneter Ralf Kahlen bei der Vorstellung des neuen Angebots. Weil noch nicht klar sei, dass der Service auch von der Bevölkerung angenommen wird, werde der Eingangsbereich des Rathauses auch noch nicht für die damit verbundene Teilöffnung umgebaut.

Ersten Schätzungen nach würde es wohl schon einen „knappen sechstelligen Betrag” kosten, um den Servicebereich fest einzurichten. In der Probephase würde deshalb der Präsenzdienst (Ordnungsamt) der Stadt in den jeweils zwei Stunden vor Ort nach dem Rechten sehen, auf dass sich niemand in den Weiten der Verwaltung „verlaufen” würde. Auch der Leiter des Bereichs Meldewesen, Hans-Josef Brenig, will im Wechsel mit seinem Stellvertreter in der Einführungsphase präsent sein.

Sechs Mitarbeiter werden sich jeweils zu zweit an den Samstagen abwechseln. Maja Böhmker und Doris Lesmeister zählen dazu. Lesmeister betonte, dass möglichst immer eine Kollegin und Kollege - sozusagen im gemischten Doppel - Dienst tun.

Einigung mit Personalrat

Kahlen sagte, dass mit dieser Maßnahme die Öffnungszeiten des Meldewesens von fünf auf sechs Wochentage und von 38 auf 40 Dienstleistungsstunden erweitert werden. In der Probezeit soll dies durch Überstunden geregelt werden. „Samstagsarbeit für Bedienstete der Stadt - außer im Bereich technischer Notdienst und Feuerwehr - ist schon etwas Ungewöhnliches.”

Dies zu organisieren, sei auch nur in enger Abstimmung mit den Mitarbeitern und dem Personalrat möglich. Er freue sich darüber, dass er hierbei auf großes Verständnis und Bereitschaft gestoßen sei. „Ich danke an dieser Stelle ausdrücklich den Kollegen”, sagte der Beigeordnete, der zudem Dezernent für den Bereich Personal ist. Es gehe schließlich auch um das positive Image der Stadt. „Wir zeigen so, dass die Einstellung der Verwaltung gegenüber den Bürgern positiv ist.”

Kahlen, der zuvor Leiter des Straßenverkehrsamts der Städteregion war, kann dank seiner guten Verbindungen auf eine Besonderheit verweisen. Voraussichtlich Anfang Juni sollen Kfz-Ummeldungen bzw. Adressänderungen im Online-Verfahren ermöglich werden. Allerdings gelte dies nur und ausschließlich für Alsdorfer Bürger betont er - Bürger anderer Städte können diesen Service nicht nutzen. Servicekraft und Verwaltungsmitarbeiterin Doris Lesmeister erinnert generell daran, dass die Bürger doch bitte - wie in der Regel zuvor jeweils erläutert - auch wirklich die Unterlagen jeweils komplett mitbringen, um Frust und Verzögerungen zu vermeiden. Als Beispiel nennt sie die Benachrichtung der Bundesdruckerei, um einen neuen Ausweis auch abholen zu können.

Auch „Sachen” fürs Straßenverkehrsamt

Neben den bisher angebotenen Öffnungszeiten - montags, dienstags, donnerstags durchgehend von 8 bis 16 Uhr, mittwochs von 8 bis 18 Uhr, freitags von 8 bis 12 Uhr - bietet die Stadtverwaltung ab 14. Mai für „unter der Woche verhinderte Bürger” einen besonderen Service an.

Samstags zwischen 8 und 10 Uhr können vielfältige Meldeangelegenheiten erledigt werden. Dazu gehören Wohnsitzänderungen, Aufenthaltsbescheinigungen, Beglaubigung, Vorgänge den Pass- und Personalausweis betreffend und vieles andere mehr.

„Angelegenheiten” des Straßenverkehrs wie Antrag auf Führerscheine und Ersatzausstellung kommen hinzu.

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