Stadtentwicklung in Alsdorf-Ost

Stadtentwicklung : Initiatoren sehen Alsdorf-Ost auf einem guten Weg

Alles begann mit einer „Stadtteilkonferenz“. Politik und Verwaltung wollten die Quartiersentwicklung in der „Siedlung Ost“ vorantreiben und einen Generationenwandel schaffen.

Auf dem Gelände der ehemaligen Gerhart-Hauptmann-Hauptschule an der Pommernstraße entstand neuer Wohnraum – speziell älteren Mitbürgern sollte die Möglichkeit gegeben werden, in vertrauter Umgebung neuen, modernen und barrierefreien Wohnraum zu finden. Nach vier intensiven Jahren zogen die Verantwortlichen nun Bilanz.

„Das ehemalige Schulgelände musste hergerichtet werden. Die Fläche eröffnete uns neue Optionen für den Stadtteil“, erklärte Bürgermeister Alfred Sonders. In enger Abstimmung mit den Anwohnern wurden Bebauungspläne erstellt und weiterentwickelt. Anforderungen in Bezug auf Pflegeangebot, medizinische Versorgung und bezahlbaren Wohnraum sollen im gesamten Stadtgebiet flächendeckend einen hohen Standard haben. Die „Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft für die Städteregion Aachen“ (GWG) realisierte federführend drei Mehrfamilienhäuser auf einer Baufläche von gut fünftausend Quadratmetern.

Zusätzlich wurden Grundschule und Turnhalle saniert und technisch aufgewertet. Insgesamt hat die Kommune aus Mitteln des Kommunalinvestitionsgesetzes rund eine Million Euro investiert. Neben der Tagespflegestation der AWO im ersten Gebäude – es stehen zusätzlich acht Mietwohnungen zur Verfügung – beherbergen die zwei weiteren Bauten jeweils zwölf Wohnungen. Eine neue städtische „Stichstraße zur Erschließung sowie ein großzügiger Vorplatz samt „Rondell“ und Lademöglichkeiten verbindet das Gebiet mit der „alten“ Pommernstraße.

Fünf weitere Baugrundstücke wurden von privaten Investoren erworben und befinden sich teils noch im Bau. Eine Arztpraxis hat unter anderem in einem dieser Gebäude Platz gefunden. Sonders zeigte sich erfreut, dass „Ost“ zusätzlich zur allgemein guten ärztlichen Versorgung in Alsdorf nunmehr wieder eine Praxis vor Ort hat. Er sprach in Bezug auf das neue Wohnumfeld von einem „Mittelangebot mit exklusivem Anstrich“, welches das Quartier „harmonisch abrundet“. Dabei sei speziell dieses Projekt nicht dem sozialen Wohnungsbau zuzurechnen.

Mit Blick auf laufende wie geplante „Quartiersprojekte“ in Blumenrath oder im Zentrum erkannte der Bürgermeister einen Erfolg mit Signalwirkung. Anfängliche Ängste der Anwohner, „es könne ein sozialer Brennpunkt entstehen“, konnten genommen werden. Das Gelände habe sich prächtig entwickelt, die Stadt „habe ihrerseits Wort gehalten“. Axel Thomas, Geschäftsführer der GWG, ergänzte, dass die Objekte „gut am Wohnungsmarkt angenommen wurden“. Besonders erfreulich sei die Tatsache, dass viele der neuen Bewohner und Eigentümer aus dem direkten Umfeld stammen.

Zusätzliche liefere die traditionelle Partnerschaft mit der AWO generationenverbindende Aspekte. Auch das AWO-Angebot ist komplett ausgebucht. Darüber hinaus hat sich laut Thomas bereits eine „homogene Nachbarschaft bestehend aus allen Generationen“ gebildet – eine zukunftsfähige Mischung.

(yl)
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