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Alsdorf: Stadt muss sich mehr um die Sicherheit kümmern

Alsdorf : Stadt muss sich mehr um die Sicherheit kümmern

Hans-Dieter Collinet lässt an Deutlichkeit nichts vermissen.

Energisch weist der Chef der Anna-Lenkungsgruppe in einem Brief an Bürgermeister Wolfgang Schwake darauf hin, dass das Land nicht länger bereit sei, auf der früheren Zechenbrache zum größten Teil „für die Folgen der mutwilligen Beschädigungen aufzukommen”.

Der Ministerialdirigent im Düsseldorfer Städtebauministerium nimmt insbesondere den „tätlichen Übergriff” auf eine junge Rollstuhlfahrerin zum Anlass, die Stadt an ihre Verantwortung zu erinnern: Denn hier handele es sich „um kein Problem der Gelände-Entwicklung, sondern um ein gesellschaftliches Problem”.

Alsdorf sei gefordert, „präventiv tätig zu werden und gegen die meist jugendlichen Täter vorzugehen”. Denn wie Videobilder und Zeugenaussagen - laut Collinet auch aus dem Rathaus - bestätigten, „handelt es sich meist um den selben Personenkreis”. Kategorisch fordert er, dass die Stadt „umgehend Maßnahmen” ergreife - und Schwake ihm „über den weiteren Vorgang zu berichten” habe.

Collinet macht auch darauf aufmerksam, dass die bisherigen Vorfälle „nicht nur die Vermarktung des Geländes erschweren”, sondern dass diese auch „massiv das Image der Stadt Alsdorf beschädigen”. Bislang sei das Thema Zerstörungswut „auf das Land und private Bauherren abgewälzt” worden.

Die Stadtverwaltung sei „mit Hinweis auf die Kosten leider nicht bereit gewesen, gegen die Randalierer vorzugehen”. Wachdienste und Videoüberwachung hätten die Zerstörungen nur auf andere Gebäude verlagert, verweist Collinet auf Erfahrungen der Landesentwicklungsgesellschaft.