Würselen: Stadt kauft Ladenlokal am Morlaixplatz nicht

Würselen: Stadt kauft Ladenlokal am Morlaixplatz nicht

Erwartungsgemäß wurde es die Variante 2. Im Rahmen des Integrierten Handlungskonzeptes (IHK) bevorzugt die Stadt Würselen die Sanierung des Alten Rathauses und des ehemaligen Bahnhofes in Kombination.

Vor der Verabschiedung des Haushaltes 2018 mit Fortschreibung bis 2021 hatte sich der Rat in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich dafür entschieden und auch die Finanzmittel — von Kämmerer Ludwig Bremen vorgestellt — festgeschrieben.

Bis auf die UWG stimmten alle Fraktionen (SPD, CDU, Grüne, FDP) für die „Zweier-Variante“. Aber auch Würselens Bürgermeister Arno Nelles hatte eine andere Vorstellung. Vor der Abstimmung holte Nelles (SPD) zu einer persönlichen Erklärung aus. Er werde für die Variante 1 votieren. „Ich bin Ihnen schuldig zu erklären, warum ich anders stimmen werde“, ist es dem Ratsvorsitzenden wichtig, auch den Morlaixplatz und den dort befindlichen ehemaligen Kaiser‘s-Markt mit in die Planungen einzubeziehen.

Dies sieht die Variante 1 so vor. Sie beinhaltet den Kauf des Ladenlokals und den Umbau durch die Stadt. Arno Nelles ist sicher, „wenn wir den Morlaixplatz nicht mit in die Planungen aufnehmen ist auch die 70-prozentige Förderung weg. Ich möchte das ausschließen“. Der Bürgermeister unterstrich in seiner Erklärung, es wäre unter anderem eine Möglichkeit das Kulturarchiv auch noch in diesem Gebäude unterzubringen. Zudem mahnte er an: „Wir brauchen eine deutliche Belebung der Innenstadt.“ Nelles: „Auch wenn Sie mich jetzt für den einsamen Rufer halten, wir brauchen dieses Ladenlokal und sollten es unbedingt als öffentliche Einrichtung nutzen.“

Das wäre, so hielt SPD-Fraktionschef Christoph Küppers dem Kollegen Nelles entgegen, mit jährlichen Mehraufwendungen von 60.000 Euro und möglichen Steuererhöhungen ab 2020 verbunden. Für sein Ansinnen fand Nelles nur seine eigene Stimme, der Rest des Rates stimmte dagegen.

(mas)