Herzogenrath: Stadt Herzogenrath will vier verkaufsoffene Sonntage

Herzogenrath : Stadt Herzogenrath will vier verkaufsoffene Sonntage

Der Gewerbeverein Herzogenrath will, dass die Innenstadt in diesem Jahr an vier Sonntagen ihre Läden öffnet: am 8. April, am 3. Juni, am 7. Oktober und am 16. Dezember. Die Verwaltung ist nach Prüfung des Antrags und der Stellungnahmen zu dem Entschluss gekommen, dass alle Veranstaltungen die gesetzlich geforderten Voraussetzungen erfüllen. .

Die vier Feste seien Besuchermagnet, nicht nur für die Herzogenrather Bürger, heißt es. In der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Donnerstag wird über die Öffnungszeiten diskutiert. Der Stadtrat soll möglichst bald grünes Licht geben

Den Urteilen höchster Gerichte zufolge müssen mehrere Voraussetzungen für einen verkaufsoffenen Sonntag erfüllt sein. So muss es einen Anlass geben, der für sich genommen auch noch dazu geeignet ist, mehr Besucher anzulocken als die Ladenöffnung selbst. Weitere Voraussetzung für eine gerichtsfeste Genehmigung: Die Ladenöffnung muss in einem engen räumlichen Zusammenhang mit dem Anlass stehen. Auch das ist für die geplanten Sonntage der Fall.

Eine Öffnung für die Stadtteile Kohlscheid und Merkstein ist nicht beabsichtigt. Die Gebiete, in denen die Geschäfte anlässlich des Burgfestes sowie des Weihnachtsmarktes geöffnet haben dürfen, werden neu abgegrenzt, verkleinert und die Freigabe auf die umliegenden Straßen zum Veranstaltungsgelände eingegrenzt.

Verdi gibt grünes Licht

Das Ladenöffnungsgesetz schreibt vor, dass vor Erlass der Rechtsverordnung zur Freigabe der verkaufsoffenen Sonntage die zuständigen Gewerkschaften, Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände sowie Industrie- und Handelskammer (IHK) und die Handwerkskammer anzuhören. Verdi sieht aufgrund des Verordnungsentwurfs keine Veranlassung, den Rechtsweg zu beschreiten, heißt es in der Vorlage zur Ausschusssitzung. Jetzt muss nur noch der Stadtrat zustimmen. Dann steht den verkaufsoffenen Sonntagen in diesem Jahr nichts mehr im Wege.

Der 16. Dezember fällt in die Zeit des Weihnachtsmarkts, der traditionell wieder in der City und auf der Burg stattfinden soll. Im vergangenen haben mehr als 20.000 Menschen die Burgweihnacht besucht.

Geplant ist, dass der sogenannte Weihnachts-Express die Besucher zur Burg und wieder zurück befördern wird. Für Fußgänger soll es eine neue Weihnachtsbeleuchtung bis zur Burg geben. Samstags, so die Planungen, wird zudem eine Weihnachtsshow auf der Bühne aufgeführt.

Das Frühlingsfest vom 7. bis 8. April macht in Sachen verkaufsoffener Sonntag den Anfang. Wie der Gewerbeverein mitteilt, ist das Frühlingsfest für Menschen aus den umliegenden Städten und Gemeinden so beliebt, dass in den vergangenen Jahren bereits ab elf Uhr der zentral gelegen Parkplatz in der Bergerstraße schon zu drei Viertel gefüllt war, obwohl die Geschäfte erst um 13 Uhr öffneten.

Auch die anderen Parkplätze (Schulzentrum und Schwimmbad) waren schnell, so heißt es, überlastet. Die Geschäfte öffnen nur in der Stadtmitte, begrenzt auf die Kleikstraße bis hin zur Eisenbahnbrücke, Ferdinand-Schmetz-Platz, Afdener Straße und Uferstraße. Die Rahmenbedingungen müssten also im Interesse des Gesetzgebers sein.

Das Burgfest, das am Samstag, 2., und Sonntag, 3. Juni, stattfindet, steht im Zeichen der euregionalen Zusammenarbeit. Aus der Nachbarstadt Kerkrade rücken Bonbonverkäufer und Hersteller von Klompen an, es findet ein Malwettbewerb statt, es gibt Aufführungen auf einer Bühne und vieles Mehr. Eine Befragung der Gewerbetreibenden hat laut Gewerbeverein ergeben, dass die Besucher des Stadtfestes vor allem das Angebot auf dem Ferdinand-Schmetz-Platz und auf der Burg schätzen. Die Fläche der Festplätze übersteige auch hier wieder die Verkaufsfläche der teilnehmenden Einzelhändler. An dem Wochenende werden bis zu 20 000 Besucher erwartet.

Zum Oktoberfest am Samstag, 6. Oktober, und Sonntag, 7. Oktober, ist ein französischer Markt in den Straßen geplant. Der Gewerbeverband rechnet mit mindestens 10.000 Besuchern.

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