Stadt Alsdorf passt Gebühren für Abfall und Abwasser an

Gebühren : Entsorgung von Biomüll wird günstiger

Nachdem die Stadt Alsdorf für 2018 die Gebühren für die Straßenreinigung und den Winterdienst angepasst hat, werden nun für 2019 die Kosten für Abfall und Abwasser geändert.

Das hat am Dienstag der Ausschuss für den Eigenbetrieb Technische Dienste einstimmig beschlossen.

Abfall zu entsorgen, wird ab 2019 und bis 2021 günstiger. Die graue Tonne kostet dann für einen 80-Liter-Behälter 125,20 statt wie bisher 133,92 Euro im Jahr. Wird die graue Tonne öfter als acht Mal geleert, entstehen pro zusätzlicher Leerung Gebühren in Höhe von 3,41 Euro (bisher 3,85 Euro). Die Kosten für die Entsorung des Restmülls eines 1100-Liter-Containers liegen dann bei 1453,54 statt 1552,76 Euro. Der Preis für zusätzliche Leerungen beträgt hier 30,67 statt 34,65 Euro. Auch bei der Biotonne tut sich was: Die 14-tätige Entleerung kostet künftig 45 statt 48 Euro für die 120-Liter-Tonne. Der 1100-Liter-Container kostet 405 statt 432 Euro. Die Kostensenkung ist möglich, da in den vergangenen Jahren eine sogenannte Überdeckung erzielt wurde. Das bedeutet, die Stadt hat mehr Geld durch Abfallgebühren eingenommen als die Entsorgung des Mülls tatsächlich gekostet hat. Da sie allerdings keinen Gewinn durch diese Gebühren machen darf, wird der Überschuss nun mit den Gebühren der kommenden drei Jahre verrechnet. So werden diese günstiger.

Darüber hinaus wird die Abfuhr von Papier, Pappe und Karton für das Jahr 2019 von vierwöchentlich auf 14-tägig umgestellt. Dem war ein Antrag des SPD-Ortsverbands Alsdorf Busch-Wilhelmschacht-Zopp vorausgegangen. Grünschnittstraßensammlungen werden von fünf auf zehn erhöht und finden nun zusätzlich im März, Juli, August und in den Herbstmonaten statt. Auch dazu lag der Stadtverwaltung ein Antrag vor. Der SPD-Ortsverband Schaufenberg-Ost-Bettendorf hatte die Änderung angeregt. „Es gab aber auch immer wieder Bürger, die nachgefragt haben, ob es nicht möglich wäre, häufiger Bündelsammlungen zu veranlassen“, sagt Susanne Lo Cicero-Marenberg, Technische Beigeordnete. Die neue Handhabe sei für den Bürger komfortabler als die Nutzung der öffentlichen Container.

Was die Gebühren anbelangt, sieht es beim Abwasser anders aus als bei der Abfallentsorgung. Die Kosten, die im Rahmen der Abwasserbeseitigung in den verganenen Jahren für die Stadt angefallen sind, konnten nicht durch die Einnahmen der Gebühren gedeckt werden. Um das auszugleichen, werden diese nun angehoben. Ein Kubikmeter Schmutzwasser kostet von 2019 bis 2021 jährlich 3,76 statt 3,45 Euro, Niederschlagswasser pro Quadratmeter bebauter oder befestigter Fläche 1,33 statt 1,23 Euro.

(nt)
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